Digitalisierung der Arztpraxis: Anamnese-Bögen aus dem Netz im Test

Worum es geht

Immer mehr Praxis-Teams bieten Patienten über ihre Internet-Seiten Anamnese-Bögen online an, ein Prozedere, das beiden Seiten Vorteile bietet. Doch so gut dieser Service gedacht ist, so unzureichend wird er umgesetzt.

Digital zu manueller Bearbeitung

Im Rahmen einer Exploration wurden hundert über das Internet verfügbare Anamnese-Bögen von Haus- und Fachärzten untersucht. Alle waren als PDF-Formulare angelegt, die ausgedruckt und anschließend bearbeitet werden sollten. Angebote von ausfüllbaren PDF-Vorlagen oder Online-Eingaben gab es in dieser Stichprobe nicht, was auch nicht erstaunlich ist, denn die wenigsten Praxen verfügen heute über sichere Wege der Integration von Patientendaten in ihre Verwaltungs-Systeme.

Formale Defizite

Als deutlichster Schwachpunkt stellte sich bei der Begutachtung die formale Gestaltung der Unterlagen heraus, vor allem
– unübersichtliche Gliederungen der Fragen
– zu kleine Schriftgrößen und schlecht lesbare Schriftarten,
– zu geringer Platz für Antworten und Kommentare.

Kaum Nutzung der inhaltlichen Möglichkeiten

In zwei Drittel der Bögen beschränkten sich die Fragen auf die medizinischen Aspekte des bevorstehenden Praxisbesuchs. Die Möglichkeiten zum Erhalt weiterführender Informationen, wie Patienten z. B. auf die Praxis aufmerksam geworden sind oder ob Interesse an Erinnerungen zu Untersuchungen oder Auskünften über IGeL besteht, wurden nicht abgefragt.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis

©IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES


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