Intro
Dieser Fachbeitrag untersucht, weshalb Praxisinhaber einer Hausarztpraxis oder Facharztpraxis allgemeine Praxisanalysen nicht isoliert interpretieren und daraus keine weitreichenden Maßnahmen ableiten sollten, bevor die organisatorische Struktur der Praxis untersucht wurde. Im Mittelpunkt stehen die Konzepte Struction Diagnostics, Strukturdiagnostik, Organisationsdiagnostik, Praxisanalyse, organisatorische Gesundheit, strukturelle Stabilität, Struktagnosie, Praxisorganisation, Struction Score und Struction Stability Matrix.
Die zentrale These lautet: Betriebswirtschaftliche Kennzahlen, Patientenbefragungen, Mitarbeiterbefragungen, Wartezeitanalysen und Prozessauswertungen beschreiben häufig sichtbare Symptome einer Praxis. Erst eine vorgelagerte Strukturdiagnose kann klären, aus welchen organisatorischen Zusammenhängen diese Symptome entstehen. Für Hausärzte und Fachärzte lässt sich dieser Zusammenhang mit einer vertrauten medizinischen Grundregel erklären: Vor der Therapie stehen Anamnese, Untersuchung, Diagnose und Differenzialdiagnose.
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