Warum medizinische Exzellenz organisatorische Instabilität nicht verhindert
Viele Haus- und Fachärzte erleben täglich ein scheinbar widersprüchliches Phänomen. Die Patienten sind zufrieden, die medizinischen Ergebnisse stimmen, das Team arbeitet engagiert und die Praxis genießt einen hervorragenden Ruf. Gleichzeitig entsteht jedoch immer häufiger das Gefühl, dass bereits kleinere Störungen den gesamten Praxisbetrieb unter Druck setzen. Eine krankheitsbedingte Abwesenheit, die Einarbeitung neuer Mitarbeitender oder ein unerwartet hohes Öl Patientenaufkommen reichen aus, um Wartezeiten, Abstimmungsprobleme und organisatorische Hektik entstehen zu lassen.
Die naheliegende Erklärung lautet häufig Personalmangel, steigende Bürokratie oder eine zunehmende Arbeitsverdichtung. Strukturdiagnostisch zeigt sich jedoch oftmals ein anderes Bild. Nicht die medizinische Qualität ist das eigentliche Problem. Belastend wirkt vielmehr eine Organisationsstruktur, deren Stabilität in erheblichem Umfang vom persönlichen Engagement der Mitarbeitenden abhängt.
Eine anonymisierte Struction-Diagnostics-Auswertung einer orthopädischen Facharztpraxis verdeutlicht dieses Muster exemplarisch.
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