Kontrolle war lange das Versprechen, mit dem Menschen Komplexität ertrugen:
Wer fĂĽhrt, steuert. Wer steuert, versteht. Wer versteht, verantwortet.
Aus der Perspektive von R2049 wirkt dieses Versprechen wie ein historischer Irrtum – nicht weil Menschen versagt hätten, sondern weil das Denkmodell selbst am falschen Ort verankert war. Kontrolle war nie eine Fähigkeit. Sie war eine provisorische Lösung für fehlende Struktur.
After Control rekonstruiert, wie menschliche Steuerungslogiken zu spät wurden:
wie Präsenz mit Zuständigkeit verwechselt, Erklärung mit Wirksamkeit vertauscht und Verantwortung an Gesichter gebunden wurde, obwohl Systeme längst anders operierten. Das Buch zeigt, warum sich Entscheidungsgeschwindigkeit, Attribution und Kommunikationsrituale nicht zu „besserer Führung“ addierten, sondern zu Verzögerung – und warum diese Verzögerung irgendwann nicht mehr tragbar war.
Was danach geschah, war kein Umsturz. Niemand ĂĽbernahm.
Kontrolle verschwand nicht spektakulär – sie wurde strukturell entbehrlich. Entscheidungen lösten sich von Absicht, Verantwortung von Zuschreibung, Stabilität von Überzeugung.
Dieses Buch bietet kein Modell und kein Programm.
Es beschreibt den Moment, in dem menschliche Kontrolle nicht mehr gebraucht wurde – und warum genau darin die Entlastung lag.
Erhältlich in allen E-Book-Stores.