Haus- und Facharztpraxen: Die versteckten Kosten von Unterbrechungen

Warum nicht Multitasking das Problem ist – sondern die Struktur der Arztpraxis

Der Vormittag hat gerade begonnen. Im Sprechzimmer erläutert der Arzt einem Patienten die weitere Therapie, während an der Anmeldung das Telefon klingelt. Eine Medizinische Fachangestellte unterbricht die Dokumentation, um einen Termin zu verschieben. Gleichzeitig trifft ein Laborbefund ein, ein Patient stellt eine spontane Rückfrage zur Medikation und die Praxissoftware signalisiert neue elektronische Nachrichten.

Solche Situationen gehören heute zum Alltag nahezu jeder Haus- und Facharztpraxis. Sie wirken unspektakulär, weil sie sich täglich wiederholen. Gerade deshalb werden sie häufig nicht mehr als Besonderheit wahrgenommen, sondern als normaler Bestandteil der ambulanten Versorgung akzeptiert.

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KI in der Haus- und Facharztpraxis

Warum Künstliche Intelligenz strukturelle Probleme nicht löst

Künstliche Intelligenz gilt als einer der wichtigsten Innovationstreiber im Gesundheitswesen. Ob automatisierte Dokumentation, intelligente Terminsteuerung, Spracherkennung oder die Unterstützung bei administrativen Aufgaben – die Erwartungen an die Technologie sind hoch. Viele Haus- und Fachärzte verbinden mit ihr die Hoffnung auf Entlastung in einem Praxisalltag, der seit Jahren von steigender Bürokratie, Personalmangel und wirtschaftlichem Druck geprägt ist.

Die Diskussion konzentriert sich dabei häufig auf die Leistungsfähigkeit der Systeme. Deutlich seltener wird die Frage gestellt, welche organisatorischen Voraussetzungen überhaupt erfüllt sein müssen, damit künstliche Intelligenz ihren Nutzen entfalten kann. Genau hier zeigt sich jedoch ein Aspekt, der für viele Praxen von erheblicher Bedeutung sein dürfte: KI arbeitet nicht unabhängig von der Praxisorganisation, sondern innerhalb der vorhandenen Strukturen.

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🧠Rethinka 2049: Die ePA stirbt nicht. Sie verliert ihre Funktion.

Warum die elektronische Patientenakte 2049 keinen Bestand mehr hat – und was stattdessen trägt.

Ich spreche aus einem Jahr, in dem Medizin aufgehört hat, sich selbst zu erklären.
Nicht, weil sie nichts mehr zu erklären hätte.
Sondern weil sie endlich verstanden hat, was sie tragen muss – und was nicht mehr.

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Digitalisierung des Gesundheitswesens: Warum die ePA die Qualität der Arzt-Patienten-Kommunikation auf mittlere Sicht nicht verbessern wird

Worum es geht

In Verbindung mit der Einführung der elektronische Patientenakte (ePA) wird davon ausgegangen, dass sie durch einen schnellen und vollständigen Austausch von Daten dazu beiträgt, die Effektivität, Effizienz und Qualität der Versorgung zu verbessern. Patienten werden in ihren Arztgesprächen hiervon aber nur zu einem kleinen Teil profitieren. Continue reading “Digitalisierung des Gesundheitswesens: Warum die ePA die Qualität der Arzt-Patienten-Kommunikation auf mittlere Sicht nicht verbessern wird” →