Sustainability Check-up „Arztpraxis“: Die Irrmeinungs-Charts

Worum es geht

Die Zukunftsfähigkeit von Haus- und Facharztpraxen zeichnet sich u. a. auch dadurch aus, dass sich die Ansichten der Ärzte über die Gestaltung ihrer Arbeit mit den Anforderungen ihres Arbeitsumfeldes decken. Doch zur Herstellung dieses Zustandes ist noch eine Reihe von Fehleinschätzungen der Mediziner zu überwinden.

Niedergelassene Ärzte und ihr Ansichten zum Praxismanagement

Die Auswertung einer Interview-Serie mit Praxisinhabern erbrachte folgende Liste der häufigsten Irrmeinungen, die zeigen, dass viele Ärzte die Möglichkeiten einer aktiven Gestaltung ihres Arbeitsrahmens gar nicht erkennen:

  • “Solange sich niemand beschwert, ist alles in Ordnung.”
  • “Patienten möchten in keine leere Praxis kommen.”
  • “Arzt-Bewertungsportale haben für Praxen keinen Nutzen, sie schaden nur.”
  • “Telefonieren kann jede Mitarbeiterin, dazu braucht man kein besonderes Talent.”
  • “Das Einschieben unangemeldeter Patienten unterstützt die Patientenbindung.”
  • „Lange Wartezeiten gibt’s überall, da müssen sich die Patienten einfach mal gedulden.“
  • “Ein Praxis-Logo brauchen wir nicht, wir werden auch so erkannt.”
  • “Über die Zufriedenheit der Patienten entscheidet allein der Arztkontakt.”
  • “In Konflikte unter Mitarbeiterinnen sollte ich mich als Praxisinhaber nicht einmischen.”
  • „Das Personal muss selbst sehen, was zu tun ist.“
  • “Ein kleiner Praxisbetrieb wie unserer benötigt keine Führungsinstrumente.”
  • “Arztpraxen benötigen kein Marketing, das reden uns nur die Berater ein.”
  • “Eine Homepage bringt keinen Nutzen, unsere Patienten kennen uns doch.”
  • “Renoviert werden muss erst dann, wenn wenn sich gravierende Mängel zeigen.”
  • “Recalls sind nur Zusatzarbeit, in der Zeit machen wir lieber etwas anderes.”

Eingeschränkte Zukunftsfähigkeit

Die Aussagen belegen, was sich auch in Form einer Zahl ausdrücken lässt: gegenwärtig setzen Haus- und Fachärzte knapp die Hälfte der Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen, die einen reibungslos funktionierenden Praxisbetrieb gewährleisten (Best Practice-Standard) nicht ein. Die Folgen sind innerbetrieblicher Arbeitsdruck und Demotivation, aber auch unzufriedene Patienten und eine eingeschränkte Versorgungsqualität.
Im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit ist zudem die Flexibilität eingeschränkt, mögliche Veränderungen der eigenen Tätigkeit zu prüfen, zu testen und umzusetzen bzw. auf sich ankündigende äußere Einflüsse proaktiv reagieren zu können.

Einfach optimieren.

Dabei ist die Beseitigung dieses Zustandes ist relativ einfach, nur knapp eine halbe Stunde Arbeitszeit fällt für den oder die Praxisinhaber an, weitere zwanzig Minuten für jede Mitarbeiterin, das Ganze ergänzt durch eine Patientenbefragung. Mit Hilfe der so gewonnenen Angaben ermittelt der Valetudo Check-up© „Praxismanagement“ für Haus- und Fachärzte mittels Best Practice- und Fachgruppen-Benchmarking – ganz ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters – durchschnittlich knapp 40 Verbesserungsmöglichkeiten für die Praxisarbeit und macht die „Zukunfts-fit“. Alle Informationen im Überblick…

Wie der Check-up funktioniert:

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

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