Dieses Bild wirkt wie ein stilles Mahnmal – eine kahle, fast klinische Raumszene, durchzogen von Licht und Schatten, mit einem improvisiert wirkenden „Altar“ aus Paletten und Karton. Im Hintergrund erscheint – wie eingraviert – das schemenhafte Kreuz einer Wandverbindung, das sich zur symbolträchtigen Form der Überwachung und Kontrolle verdichtet. Es erinnert an das, was nicht ausgesprochen, aber ständig präsent ist: die unsichtbare Macht des Micromanagements.
In diesem Bild verdichtet sich die Atmosphäre, die Klaus-Dieter Thill in seinem Buch seziert: eine Führungskultur, die aus Angst heraus alles sehen, regeln und steuern will – und dabei jedes Vertrauen, jede Eigenverantwortung, jede Zukunft erstickt. Der Raum ist eng, der Blick begrenzt, das Zentrum leer – genau wie in Organisationen, in denen Führung auf Kontrolle reduziert wird. Was wie Ordnung aussieht, ist in Wahrheit Sterilität. Was wie Fürsorge wirkt, ist versteckter Machtanspruch. Micromanagement ist das Kreuz, das viele Teams zu tragen haben – und das sie langsam, aber sicher zermürbt.
Dieses Bild ist nicht schön. Es ist unbequem. Genau wie die Wahrheit, die dieses Buch erzählt.
Wenn du tiefer in die Mechanismen und fatalen Folgen von Micromanagement eintauchen willst – und erfahren möchtest, wie wahre Führungsstärke jenseits von Kontrolle beginnt, dann ist dieses Buch für dich da:
