Warum die organisatorische Ausgangslage eine eigene Referenzinformation verdient
Wer eine Arztpraxis übernimmt, möchte wissen, was er übernimmt. Umsätze und Kosten werden betrachtet, Fallzahlen analysiert, Personalstrukturen erfasst, Verträge geprüft und Investitionen bewertet. Hinzu kommen je nach Praxis weitere wirtschaftliche und rechtliche Informationen. Das ist selbstverständlich. Schließlich soll die Ausgangslage möglichst genau bekannt sein, bevor eine weitreichende Entscheidung getroffen wird.
Bei einem Bereich ist diese Informationslage häufig weniger eindeutig: bei der Praxisorganisation. Natürlich sieht der Nachfolger, wie die Praxis arbeitet. Er lernt Mitarbeiter kennen, erlebt Abläufe und erhält einen Eindruck davon, wie Termine organisiert, Informationen weitergegeben oder Aufgaben erledigt werden. Was daraus jedoch nicht hervorgeht, ist eine objektive Einordnung des organisatorischen Entwicklungsstands gegenüber externen Referenzen.
Damit kann eine bemerkenswerte Situation entstehen: Eine Praxis ist wirtschaftlich sehr genau beschrieben, während ihr organisatorischer Ausgangszustand weitgehend aus Eindrücken und Erfahrungen beurteilt wird.
Continue reading “Bei einer Praxisübernahme werden viele Werte geprüft. Der Organisationsstand meist nicht.”
