Der Best-Practice-Referenzstandard für die Praxisorganisation

Grundlage und Nutzen für die organisatorische Einordnung

Praxisinhaber verfügen über ein ausgeprägtes Erfahrungswissen zur eigenen Organisation. Sie wissen, wie Termine gesteuert werden, welche Abläufe sich bewährt haben und an welchen Stellen im Alltag besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist. Dieses Wissen ist für die Führung einer Praxis unverzichtbar.

Was aus der täglichen Erfahrung allein jedoch nicht entstehen kann, ist eine externe Referenz. Die Frage, ob eine organisatorische Regelung in der eigenen Praxis funktioniert, lässt sich im Alltag meist gut beantworten. Eine andere Frage ist, wie die Praxis im Verhältnis zu übergeordneten Vergleichsmaßstäben einzuordnen ist. Genau dafür werden Referenzinformationen benötigt.

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Wann Erfahrung allein zum Risiko wird

Kaum jemand kennt eine Arztpraxis besser als ihre Inhaberin oder ihr Inhaber. Über Jahre entsteht ein sehr genaues Bild der eigenen Organisation. Man weiß, welche Abläufe verlässlich funktionieren, wo regelmäßig Rückfragen entstehen, welche Mitarbeiterinnen bestimmte Situationen besonders gut auffangen und an welchen Stellen im Tagesverlauf erfahrungsgemäß Engpässe auftreten. Dieses Wissen ist konkret, praxisnah und für die tägliche Steuerung unverzichtbar.

Gerade diese Vertrautheit hat allerdings eine Besonderheit. Was über lange Zeit funktioniert, wird irgendwann selbstverständlich. Abläufe werden nicht mehr jedes Mal neu betrachtet, sondern vorausgesetzt. Zuständigkeiten, Informationswege oder Reaktionsmuster verlieren dadurch nichts von ihrer Bedeutung, sie treten nur aus der bewussten Wahrnehmung zurück. Das ist kein spezifisches Problem von Arztpraxen. Es ist eine typische Folge routinisierten Handelns in komplexen Systemen.

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Erfahrung und Referenz in der medizinischen Entscheidungsfindung

Medizinische Entscheidungen von Haus- und Fachärzte entstehen selten aus einer einzelnen Informationsquelle, sondern entwickeln sich aus dem Zusammenspiel von Erfahrung, Beobachtung, diagnostischen Befunden und wissenschaftlicher Evidenz. Dieses Prinzip hat sich über Jahrzehnte hinweg nicht verändert, ganz im Gegenteil: je differenzierter die diagnostischen Möglichkeiten wurden, desto selbstverständlicher hat sich der Umgang mit zusätzlichen Referenzinformationen entwickelt.

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