Ungenutzte Leistungspotenziale im Gesundheitswesen: Großpraxen zeichnen sich häufig durch professionelles Marketing und laienhafte Personalführung aus

Worum es geht

Niedergelassene Ärzte erachten häufig die Größe von Praxisbetrieben als einen wesentlichen Erfolgsfaktor und als Chance für eine deutliche Problemreduktion. Doch ein Blick auf derartige Konstellationen zeigt, dass genau das Gegenteil zutrifft.

Von Synergien profitieren

Zusammenschlüsse von Haus- und Fachärzten – in welcher Form auch immer – führen im Vergleich zu Einzel-Praxen bei professioneller Planung und Konkretisierung zu einer Vielzahl von Synergien. Ein Bereich, der hiervon besonders profitiert, ist das Marketing. Die Bündelung der verschiedenen ärztlichen Kompetenzen ermöglicht oft unikale Positionierungen mit einer sehr starken Anziehungskraft auf potenzielle Patienten. Gerade in diesem Bereich sind viele Groß-Praxen exzellent aufgestellt.

Bisherige Probleme entfallen, neue entstehen

Doch aus dem Zusammenschluss selbst entstehen gleichzeitig auch neue und veränderte Aufgaben, die bei unzureichender Umsetzung auch zu neuen Problemen führen. Eine der großen Herausforderung ist dabei das Führungs-Management. Werden für Aktionsbereiche wie z. B. die Team-Bildung, Konflikt-Lösungen oder die Mitarbeiter-Motivation keine adäquaten Regelungen getroffen und konsequent verfolgt, kommt es zu eigendynamischen Entwicklungen innerhalb der Belegschaft, die alle Bereiche der Praxisarbeit negativ betreffen.

In Großpraxen arbeiten meist keine Teams, sondern Gruppen

Deshalb findet sich in Groß-Praxen zu etwa einem Drittel die Kooperationsform der „Gruppe“. Sie ist beispielsweise durch ein geringes Zusammenwirken der Einzelaktivitäten geprägt: man arbeitet miteinander, aber immer nur in dem Rahmen, der vorgegeben ist. Eigeninitiative oder ein Aushelfen bei Problemen sind eher selten. Die Zusammenarbeit ist zudem häufig durch ungelöste Disharmonien geprägt. Zwar strebt jede Medizinische Fachangestellte danach, ihre Aufgaben gut zu erledigen, ein nachhaltiges Engagement zu steter Verbesserung existiert jedoch nicht.

Geringe Mitarbeiterzufriedenheit wirkt sich auch auf die Patient Experience aus.

Diese Situation hat einen direkten Einfluß auf die Patientenzufriedenheit. Sie ist hinsichtlich der medizinischen Versorgung in Großbetrieben meist sehr positiv ausgeprägt, die übrigen Aspekte des Medical Settings werden eher kritisch gesehen. So ist es auch nicht erstaunlich, dass die Weiterempfehlungs-Bereitschaft, mit Hilfe des Net Promoter Scores ermittelt, bei dieser Betriebsform m Durchschnitt nur bei 23,6% liegt.

Einfach optimieren.

Inhaber größerer Arztpraxen, die ihren Betrieb auf bislang ungenutzte Leistungs-Reserven und zu beseitigende Defizite bzw. Risikofaktoren untersuchen möchten, steht der Valetudo Check-up© „Praxismanagement“ zur Verfügung. Die für alle Fachgruppen geeignete Analyse mit Best Practice- und Fachgruppen-Benchmarking ermittelt ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters durchschnittlich knapp 40 Verbesserungsmöglichkeiten für die Praxisarbeit. Alle Informationen im Überblick…

Wie der Check-up funktioniert:

Was die Praxis-Expertise zeigt:

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

Diesen Beitrag zitieren

Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis

IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES