Der Team-Begriff: Eine schöne, aber leere Hülle

Worum es geht

Der Begriff “Team” ist aus dem Kontext moderner Arbeitsstrukturen nicht mehr wegzudenken. Innengerichtet wird er häufig verwendet, um die Zusammenarbeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Jedoch erfüllen, wie unsere Management-Betriebsvergleiche in der Gesundheitswirtschaft zeigen, zwei Drittel der Kollaborations-Formen, die so bezeichnet werden, nicht die Kriterien, die „echte“ Teams auszeichnen und ihr Naming somit nicht mehr als eine leere Hülle ist. Diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit wird als “Teamfiction” bezeichnet. Die Konsequenzen sind vielschichtig und führen zu erheblichen Nachteilen.

Fehlende Synergie und Effizienz

Wirkliche Teamstrukturen zeichnen sich durch eine hohe Synergie aus, bei der die gemeinsame Leistung größer ist als die Summe der Einzelleistungen. In einer Teamfiction fehlt es jedoch an abgestimmten Zielen, koordinierten Rollen und einer tiefen Zusammenarbeit. Das führt zu ineffizienten Arbeitsprozessen, doppelten Anstrengungen und einem allgemeinen Mangel an Produktivität. Die Gruppe mag zusammenarbeiten, aber die Arbeit ist oft fragmentiert und unkoordiniert, was die potenziellen Vorteile einer echten Teamarbeit zunichtemacht.

Mangelnde Verantwortlichkeit und Engagement

In einem echten Team fühlt sich jedes Mitglied für das Endergebnis verantwortlich und ist engagiert, zum gemeinsamen Erfolg beizutragen. In einer Teamfiction herrscht oft Unklarheit über Verantwortlichkeiten, was zu Schuldzuweisungen und einem Mangel an Eigeninitiative führen kann. Mitglieder einer solchen Gruppe neigen dazu, sich auf individuelle Ziele zu konzentrieren, anstatt sich für das kollektive Ergebnis einzusetzen. Das untergräbt das Vertrauen und die Moral, was wiederum die Qualität der Arbeit und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz beeinträchtigt.

Fehlende Entwicklung und Innovation

Teams sind oft Brutstätten für Innovationen, da sie einen Rahmen für kreative Zusammenarbeit und Ideenaustausch bieten. In einer Teamfiction ist dieser innovative Geist jedoch durch mangelnde Offenheit, Vertrauen und konstruktive Konflikte gedämpft. Die Mitglieder sind weniger bereit, Risiken einzugehen oder neue Ideen vorzuschlagen, aus Angst vor Missverständnissen oder Konflikten. Daraus resultiert ein stagnierendes Arbeitsumfeld, in der das Potenzial für Wachstum und Verbesserung ungenutzt bleiben.

Fazit

Ein “Team-Naming” ohne die Erfüllung der grundlegenden Kriterien echter Teamarbeit führt zu signifikanten Nachteilen. Von ineffizienter Zusammenarbeit über mangelndes Engagement bis zu einer stagnierenden Innovations-Kultur leidet die Organisation unter der Illusion der Teamarbeit. Um diese Nachteile zu vermeiden, müssen Organisationen in die Entwicklung echter Teams investieren, die durch klare Ziele, starke Führung, gegenseitiges Vertrauen und eine Kultur der Verantwortlichkeit und Innovation gekennzeichnet sind. Nur dann können sie die wahren Vorteile der Teamarbeit nutzen und eine produktive, engagierte und innovative Arbeitsumgebung schaffen.

Der Teamfiction-Test

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