MFA: Sie sehen mehr von Ihrer Praxisorganisation, als Sie vielleicht denken

Medizinische Fachangestellte erleben Praxisorganisation nicht gelegentlich, sondern während nahezu des gesamten Arbeitstages. An der Anmeldung treffen Patientenanliegen, Termine und Rückfragen zusammen, am Telefon müssen Informationen aufgenommen und eingeordnet werden, im weiteren Verlauf wechseln Aufgaben zwischen Arbeitsplätzen, Behandlungszimmern und Personen. Gleichzeitig gilt es, auf Unvorhergesehenes zu reagieren, offene Vorgänge im Blick zu behalten und dafür zu sorgen, dass Informationen dort ankommen, wo sie benötigt werden.

Vieles davon erscheint selbstverständlich. Es gehört eben zur Arbeit in einer Arztpraxis. Gerade deshalb bleibt leicht unbemerkt, wie viel Wissen über die Organisation einer Praxis in diesen alltäglichen Erfahrungen steckt.

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Diagnostik der Praxisorganisation: Eine neue Perspektive für Medizinische Fachangestellte · Was sich aus den Erfahrungen vieler Praxisteams über Organisation erkennen lässt

Medizinische Fachangestellte (MFA) erleben Praxisorganisation jeden Tag, oft unmittelbarer als jede andere Berufsgruppe in der Praxis. Sie sehen, wo Informationen fehlen, Abläufe ins Stocken geraten, Aufgaben zurückkommen, Entscheidungen verzögert werden oder zusätzliche Arbeit notwendig wird, damit der Praxisalltag trotzdem funktioniert.

Dieses Booklet erklärt nicht, wie MFA ihre Arbeit „besser“ machen sollen. Es geht einen anderen Weg: Es zeigt, welche organisatorischen Muster sich aus dem ergeben, was Mitarbeiterinnen ohnehin täglich beobachten. Grundlage sind umfassende Erfahrungen aus Praxisanalysen und zahlreichen Mitarbeiterbefragungen.

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Haus- und Fachärzte: Drei Perspektiven auf die Praxisorganisation

Warum Arzt, MFA und Patienten unterschiedliche Referenzinformationen liefern

Ein Praxisinhaber kennt seine Praxis. Er kennt die Abläufe, die Mitarbeiterinnen, die wiederkehrenden Belastungssituationen und die organisatorischen Entscheidungen, auf denen der Praxisalltag beruht. Würde man ausschließlich danach fragen, wer die umfassendste Kenntnis der Praxis besitzt, wäre die Antwort deshalb eindeutig.

Für eine organisatorische Referenzbetrachtung reicht diese Kenntnis dennoch nicht aus. Nicht weil die Einschätzung des Praxisinhabers unzutreffend wäre, sondern weil Organisation an verschiedenen Stellen unterschiedlich in Erscheinung tritt.

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Sollte ich die Eintrittsorientierung meiner Praxis genauer untersuchen?

Lernprogramm Struction Diagnostics

Modul 1 / 5 · Eintrittsorientierung

Lektion 6 / 6

Zusammenfassung

Die meisten Praxisinhaber beschäftigen sich erst dann intensiver mit ihrer Organisation, wenn Beschwerden zunehmen, Mitarbeitende ausfallen oder Patientenanliegen verloren gehen. Aus Sicht der organisatorischen Präventionsmedizin ist dieser Zeitpunkt häufig zu spät. Diese abschließende Lektion fasst die Erkenntnisse des ersten Moduls zusammen und zeigt, wann eine vertiefte Untersuchung der Eintrittsorientierung sinnvoll sein kann – auch dann, wenn der Praxisalltag derzeit problemlos funktioniert.

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