Patientenzufriedenheit mit Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA): Die Möglichkeiten des Net Promoter Scores (NPS)

Worum es geht

Die digitale Transformation im Gesundheitswesen hat zahlreiche neue Möglichkeiten für Ärzte, Therapeuten und Pflegekräfte eröffnet, darunter auch die Option, Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) zu verordnen. Diese digitalen Tools können sowohl die Behandlungsqualität als auch die Effizienz von Praxisabläufen erheblich verbessern. Doch wie lässt sich die Zufriedenheit der Patienten mit diesen digitalen Services messen? Eines der etablierten Instrumente ist der Net Promoter Score (NPS). Er erhebt nicht die Zufriedenheit, sondern die aus der Zufriedenheit resultierende potenzielle Handlungsbereitschaft.

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Wartezeiten: Ein wachsender Problem im Zeitalter der On-Demand Services

Worum es geht

In einer Zeit, in der Firmen wie Amazon den Kunden an sofortige Erfüllung ihrer Bedürfnisse gewöhnt haben, rückt das Thema Wartezeit in Arztpraxen immer stärker in den Fokus. Für niedergelassene Ärzte, die sich an traditionellen Praxisführungs-Modellen orientieren, kann dies eine erhebliche Herausforderung darstellen. Dabei geht es nicht nur um die Zeit, die Patienten im Wartezimmer verbringen, sondern auch um die Zeitspanne, die vergeht, bis sie überhaupt einen Termin erhalten. Dieser Artikel geht auf die Notwendigkeit ein, das Praxismanagement hinsichtlich der Wartezeiten zu optimieren und präsentiert Strategien, wie dies erfolgen kann.

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Praxismanagement: Die Bedeutung des Wartekomforts für den Erfolg einer Arztpraxis / Selbsttest

Worum es geht

In der heutigen Zeit spielt nicht nur die medizinische Fachkompetenz einer Arztpraxis eine Rolle, sondern auch der gesamte Service, den sie bietet. Ein wichtiger Aspekt dieses Services ist der Wartekomfort im Wartezimmer. Ein angenehmes Wartezimmer kann den Unterschied ausmachen, ob ein Patient zur Praxis zurückkehrt oder nicht. Der Beitrag zeigt, warum der Wartekomfort so entscheidend ist und welche Vorteile er mit sich bringt, ergänzt durch einen Selbsttest-Fragebogen zur Überprüfung.

Der erste Eindruck zählt

Für viele Patienten ist das Wartezimmer der erste Kontakt mit der Praxis. Ein sauberes, gut organisiertes und komfortables Wartezimmer sendet das Signal, dass die Praxis Wert auf den Patienten legt und professionell geführt wird.

Reduzierung von Stress und Angst

Ein angenehmes Wartezimmer trägt dazu bei, Stress und Ängste abzubauen, besonders wenn der Patient nervös oder besorgt ist. Ein Wartezimmer mit bequemen Stühlen, beruhigenden Farben und sanfter Hintergrundmusik entspannt den Patienten und bereitet ihn auf die bevorstehende Behandlung vor.

Die Wartezeit subjektiv verkürzen

In einem komfortablen Wartezimmer vergeht die Zeit für den Patienten „gefühlt“ schneller. Annehmlichkeiten wie kostenlose Zeitschriften, WLAN oder Kinderbereiche können die Wartezeit angenehmer gestalten.

Mundpropaganda

Zufriedene Patienten neigen eher dazu, ihre positiven Erfahrungen mit anderen zu teilen. Ein bequemes Wartezimmer kann daher zu positiven Bewertungen führen und so neue Patienten anlocken.

Professionelles Image

Ein modernes und komfortables Wartezimmer spiegelt das Image der Praxis wider. Es suggeriert den Patienten, dass die Praxis nicht nur in punkto Einrichtung, sondern auch in der medizinischen Versorgung auf dem neuesten Stand ist.

Fazit

Der Wartekomfort im Wartezimmer ist also nicht nur ein “nice-to-have”, sondern kann tatsächlich den Erfolg einer Arztpraxis beeinflussen. Durch Investitionen in ein angenehmes Ambiente können Ärzte die Patientenzufriedenheit steigern, den Stress der Patienten mindern und letztlich ihre Reputation und Patientenbasis erweitern. Es lohnt sich also, diesem Aspekt besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Selbsttest-Fragebogen: Wie hoch ist der Wartekomfort in Ihrem Wartezimmer?

Bitte beantworten Sie die folgenden Fragen ehrlich, um den Wartekomfort in Ihrem Wartezimmer zu bewerten.


      Wie würden Sie den allgemeinen Zustand Ihres Wartezimmers
      beschreiben?

  • Sehr gepflegt und modern (3 Punkte)
  • Ausreichend und sauber (2 Punkte)
  • Veraltet oder nicht immer sauber (1 Punkt)

    Gibt es ausreichend Sitzgelegenheiten für alle wartenden Patienten?
    • Immer genügend Plätze (3 Punkte)
    • Meistens genügend Plätze (2 Punkte)
    • Oft zu wenig Plätze (1 Punkt)

      Bieten Sie Unterhaltungsmöglichkeiten an (Zeitschriften, TV, WLAN)?
      • Mehrere Angebote vorhanden (3 Punkte)
      • Ein Angebot vorhanden (2 Punkte)
      • Keine Angebote (1 Punkt)

        Wie ist die Beleuchtung in Ihrem Wartezimmer?
        • Hell und angenehm (3 Punkte)
        • Ausreichend, aber nicht optimal (2 Punkte)
        • Dunkel oder unangenehm (1 Punkt)

          Ist Ihr Wartezimmer barrierefrei zugänglich?
          • Ja, vollständig barrierefrei (3 Punkte)
          • Teilweise barrierefrei (2 Punkte)
          • Nicht barrierefrei (1 Punkt)

            Gibt es Spielmöglichkeiten für Kinder?
            • Ja, vielfältige Spielmöglichkeiten (3 Punkte)
            • Einige wenige Spielsachen (2 Punkte)
            • Keine Spielmöglichkeiten (1 Punkt)

              Wie ist die Akustik und Geräuschkulisse im Wartezimmer?
              • Ruhig und angenehm (3 Punkte)
              • Gelegentlicher Lärm (2 Punkte)
              • Oft laut oder störend (1 Punkt)

                Gibt es Möglichkeiten, Getränke zu erhalten?
                • Ja, mehrere (3 Punkte)
                • Ja, nur eine Getränke-Sorte (2 Punkte)
                • Nein (1 Punkt)

                  Bieten Sie Sitzgelegenheiten mit Armlehnen für ältere Patienten oder Patienten mit eingeschränkter Mobilität an?
                  • Ja, alle Sitze mit Armlehnen (3 Punkte)
                  • Einige Sitze mit Armlehnen (2 Punkte)
                  • Keine Sitze mit Armlehnen (1 Punkt)

                    Wie aktuell sind die Zeitschriften, die Sie im Wartezimmer anbieten?
                    • Immer aktuell, monatlich oder öfter ausgetauscht (3 Punkte)
                    • Meist aktuell, quartalsweise ausgetauscht (2 Punkte)
                    • Oft veraltet oder fast nie ausgetauscht (1 Punkt)

                      Ist das Wartezimmer gegen Geräusche am Empfang abgeschirmt?
                    1. Ja (3 Punkte)
                    2. Nicht vollständig (2 Punkte)
                    3. Nein (1 Punkt)

                      Gibt es genügend Möglichkeiten, um Garderobe abzulegen, Taschen abzustellen und Schirme unterzubringen?
                    • Ja (3 Punkte)
                    • Eingeschränkt (2 Punkte)
                    • Nein (1 Punkt)

                      Bieten Sie Informationsmaterial über die angebotenen Leistungen oder allgemeine Gesundheitsthemen an?
                      • Umfangreiches und aktuelles Material (3 Punkte)
                      • Einige Broschüren oder Flyer (2 Punkte)
                      • Kein Informationsmaterial (1 Punkt)

                        Ist die Raumtemperatur im Wartezimmer angenehm?
                        • Ja, immer angenehm und gut regulierbar (3 Punkte)
                        • Meistens angenehm (2 Punkte)
                        • Oft zu warm oder zu kalt (1 Punkt)

                          Wie ist der Geruch im Wartezimmer?
                          • Frisch und sauber (3 Punkte)
                          • Neutral (2 Punkte)
                          • Oft unangenehm oder muffig (1 Punkt)

                            Gibt es Pflanzen oder andere dekorative Elemente, die für eine angenehme Atmosphäre sorgen?
                            • Ja, viele solcher Elemente (3 Punkte)
                            • Einige wenige Elemente (2 Punkte)
                            • Keine dekorativen Elemente (1 Punkt)

                              Besteht genügend Platz zwischen den Sitzreihen, sodass Patienten bequem durchkommen, ohne andere zu stören?
                              • Ja, ausreichend Platz (3 Punkte)
                              • Gerade so genug Platz (2 Punkte)
                              • Sehr eng (1 Punkt)

                                Bietet Ihr Wartezimmer Lademöglichkeiten für Mobilgeräte an?
                                • Ja, mehrere Lademöglichkeiten (3 Punkte)
                                • Ein oder zwei Lademöglichkeiten (2 Punkte)
                                • Keine Lademöglichkeiten (1 Punkt)

                                Auswertungsschema

                                • 52-54 Punkte: Ihr Wartezimmer ist hervorragend und bietet einen sehr hohen Wartekomfort.
                                • 35-51 Punkte: Ihr Wartezimmer bietet einen guten Wartekomfort. Einige Bereiche könnten verbessert werden.
                                • 18-34 Punkte: Es besteht deutlicher Verbesserungsbedarf, um den Wartekomfort für Ihre Patienten zu erhöhen.

                                Effizienz-Analyse im Praxismanagement: Was ein Best Practice-Benchmarking leistet

                                Worum es geht

                                Das Streben nach höherer Effizienz, d. h. das Arbeitsvolumen mit einem geringeren Einsatz abzuwickeln, wird für viele Branchen überlebensnotwendig, und die Medizin bildet hier keine Ausnahme. Bei der Optimierung von Arbeitsprozessen spielt der Best Practice-Standard eine Schlüsselrolle, der sich als validierte Leitlinie für erfolgreiche Arbeitsabläufe etabliert hat. In diesem Zusammenhang erweist sich das Benchmarking des Praxismanagements als zentrales Instrument zur Effizienzsteigerung. Doch wie genau hängen der Best Practice-Standard und das Benchmarking zusammen, und warum kann Letzteres als Effizienz-Analyse bezeichnet werden?

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                                DiGA: Der Weg in die Anwendung führt allein über Verbindlichkeit

                                Worum es geht

                                Zunehmend verordnen Haus- und Fachärzte Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) und eröffnen ihren Patienten dadurch eine Vielzahl von Vorteilen. DiGA werden dabei zur Überwachung von Gesundheitsdaten, zur Erinnerung an Medikamenteneinnahmen, zur Unterstützung von Therapieplänen oder zur Bereitstellung von Informations-Inhalten eingesetzt werden. Dennoch gibt es eine signifikante Barriere für die erfolgreiche Implementierung von DiGA: die Bereitschaft und das Engagement des Patienten. Um sie zu überwinden, ist es für niedergelassene Ärzte unerlässlich, verbindliche Absprachen mit ihren Patienten zu treffen, um den Erfolg dieser digitalen Werkzeuge sicherzustellen.

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                                Toxische Mindsets in der ambulanten Medizin: Effizienz

                                Worum es geht

                                Für den Begriff “Effizienz” existieren in der Ärzteschaft sehr unterschiedliche Definitionen, in der Gesamtbetrachtung ist er aber tendenziell negativ belastet, da viele Mediziner damit eine den individuellen medizinischen Notwendigkeiten der Patientenbetreuung entgegengesetztes Arbeitsprinzip assoziieren, das Orientierungsgrößen wie Fließband-Betreuung oder Gewinn-Maximierung dient.

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                                Digitalisierung im ambulanten Bereich: Auch hier wirken toxische Mindsets

                                Worum es geht

                                Das Argument, dass die Digitalisierung der Medizin das Arzt-Patienten-Verhältnis bedroht, stützt sich häufig auf die Befürchtung, dass Technologie die menschliche Interaktion ersetzen und somit die Qualität der Versorgung beeinträchtigen könnte. Dennoch gibt es mehrere Gründe, warum dieses Argument nicht zwingend zutrifft:

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                                Etablierung von DiGA: Ohne eine Rationalisierung ärztlicher Mindsets unmöglich

                                Worum es geht

                                Unter Rationalisierung versteht man im wirtschaftlichen und organisatorischen Kontext den Prozess der Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung. Ziel der Rationalisierung ist es, Arbeitsabläufe, Produktionsprozesse oder Organisationsstrukturen zu optimieren, um Ressourcen effektiver einzusetzen und damit die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
                                Im übertragenen Sinne auf Mindsets angewendet beschreibt der Begriff die Situation, in der eine Person versucht, ihr Denken und ihre Einstellungen zu verändern und effizienter zu gestalten. Ähnlich wie bei der wirtschaftlichen Rationalisierung geht es hierbei darum, ineffiziente oder negative Denkmuster zu erkennen, zu hinterfragen und gegebenenfalls zu neu auszurichten, um eine bessere geistige Leistungsfähigkeit und ein gesünderes Denkverhalten zu erreichen.

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