Arztgesundheit im ambulanten Bereich: Wer nicht leiden will, muss selbst aktiv werden

Worum es geht

Auf dem Deutschen Ärztetag wurde eine Reihe von Forderungen verabschiedet, die das Ziel verfolgen, die Arztgesundheit zu fördern bzw. negative Einflüsse zu vermeiden. Für niedergelassene Ärzte fehlt in diesem Katalog eines der wichtigsten Instrumente: Eigeninitiative bei der Gestaltung eines „gesunden Praxismanagements“.

Die Ansatzpunkte

Bei den Faktoren, die Arbeitsdruck, Stress und Demotivation verursachen, dominiert aus ärztlicher Perspektive der Blick auf äußere Einflüsse wie beeinträchtigende administrative Pflichten oder wachsende Patientenanforderungen. Doch viele Praxisinhaber schaffen sich ihre gesundheitsschädigenden Faktoren selbst, beispielsweise durch :

  • den Arbeitsanforderungen nicht angepasste Arbeitsprozesse,
  • zu geringe Delegation nichtärztlicher Tätigkeiten,
  • eine nicht ausreichende Personalstärke,
  • unzureichende Personal-Qualifikationen,
  • nur bedingt funktionstüchtige oder für das Arbeitsaufkommen ungeeignete Geräte,
  • fehlende Disziplin beim Management der eigenen Arbeitszeit,
  • etc.

Deutlicher Mangel = ungenutzte Möglichkeiten

Die Grundlage für Arztgesundheit in Haus- und Facharztpraxen ist ein reibungslos funktionierender Praxisbetrieb. Bislang setzen Praxisinhaber jedoch knapp die Hälfte der Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen, die hierfür notwendig wären, gar nicht ein. Ärzte, die gesund bleiben möchten, müssen hier beginnen und die ausgeprägte Praxismanagement-Insuffizienz in der ambulanten Medizin beseitigen.

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©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

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