Shared Decision Making in deutschen Arztpraxen: Der Wille ist vorhanden, allerdings…

Worum es geht

Haus- und Fachärzte lehnen es nicht – wie oft unterstellt – ab, partizipativ mit ihren Patienten zu kommunizieren, sondern behindern sich selbst durch eine unzureichende Gestaltung ihres Praxismanagements.

SDM – für Ärzte und Patienten vorteilhaft

Patienten wünschen sich zunehmend eine gemeinsame Entscheidungsfindung mit ihren Haus- und Fachärzten. Gleichzeitig bietet diese Kommunikationsform den behandelnden Ärzten eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihre Versorgungsqualität durch Einbindung und Motivation der Praxisbesucher nachhaltig zu verbessern. Doch viele Ärzte, die das Prinzip gerne intensiver anwenden möchten, beklagen, dass ihnen hierzu im täglichen Praxisbetrieb kaum Zeit zur Verfügung steht.

Fehlende Zeit

Initial nehmen partizipativ angelegte Patientengespräche im Vergleich zum „klassischen Kontakt“ etwas mehr Gesprächszeit in Anspruch. In der Langfrist-Perspektive ist der Zeitaufwand für Patienten, die über diese Kommunikationsform betreut werden, jedoch deutlich geringer, denn ihr erweitertes Wissen sowie eine gesteigerte Motivation und Eigeninitiative entlasten die Arztkontakt-Zeit. Diese positive Bilanz ändert jedoch nichts daran, dass Praxisinhabern für die Umsetzung der Initial-Phase die notwendigen Zeit-Ressourcen fehlen.

Die Ursache ist einfach, für Teams aber schwer lösbar

Der Grund hierfür sind vor allem Fehljustierungen des Praxismanagements, die dazu führen, dass die Gestaltung der Arbeit nicht den Anforderungen des Patientenaufkommens genügen und zu Zeitdruck führen. Praxisteams sehen diese Defizite oft gar nicht mehr, weil sie sich an die unzureichenden Routine gewöhnt haben, aber auch, weil sie kaum Optimierungs-Analysen durchführen.

Die Best Practice-Orientierung als Weg zum SDM

Das einfachste Verfahren ist ein Best Practice-Benchmarking, das unaufwendig in Eigenregie – ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters – durchführbar ist. Hierfür werden nicht mehr als eine halbe Stunde ärztliche Arbeitszeit und weitere zwanzig Minuten für jede Medizinische Fachangestellte benötigt, ergänzt um eine Patientenbefragung. Im Durchschnitt erbringt diese Analyseform 40 konkrete Veränderungs-Ansätze, die es ermöglichen, nicht nur das Shared Decision Making-Prinzip umzusetzen, sondern auch grundsätzlich bislang ungenutzte Möglichkeiten zu aktivieren, die Funktionalität des Praxismanagements zu erhöhen. Interessierte Haus- und Fachärzte können hierzu per Mail an die Adresse post@ifabs.de ein kostenloses Information Paper anfordern.