Unternehmensführung im Gesundheitswesen: Wie die unzureichende Entwicklung von Führungs-Kompetenz in der Vergangenheit heute die Digitalisierung blockiert

Worum es geht

Die Einführung von Digital-Lösungen in den Arbeitsalltag benötigt Mitarbeiter, die den Nutzen der Transformation erkennen und sich an der Umsetzung motiviert beteiligen. Doch eine seit jeher zu geringe Führungs-Kompetenz lässt diesen Zustand gar nicht erst entstehen.

Führungs-Diaspora Gesundheitswesen

In kaum einer Branche wird die Digitalisierung des Arbeitsalltags mit offenen Armen aufgenommen. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Notwendigkeit einer Veränderung nicht überzeugt und deshalb zur Kooperation auch nur wenig motiviert. Hier bedarf es des Einsatzes geeigneter Führungsmethoden und -techniken, um den Widerständen zu begegnen und die Transformation voranzubringen.

Das Gleiche gilt auch für das Gesundheitswesen, allerdings kommt hier noch erschwerend hinzu, dass viele Führungsverantwortliche kein derartiges Methoden-Wissen und auch keine Technik-Kenntnisse besitzen. Noch gravierender ist allerdings, dass die Professionalität der Mitarbeiterführung im Gesundheitswesen „traditionell“ deutlich unterentwickelt ist, denn die Akteure haben nur in geringem Umfang Führungs-Kompetenz aufgebaut. So setzen beispielsweise Haus- und Fachärzte lediglich ein Drittel der Führungs-Instrumente ein, die für eine reibungslos funktionierende, synergistisch wirkende Zusammenarbeit notwendig wären.

Das Führungs-Vakuum wird zur Blockade

Hieraus resultieren Arbeitsverhältnisse, in denen Demotivation, Gleichgültigkeit, Dienst nach Vorschrift und fehlendes Engagement den Alltag bestimmen. Dadurch fehlt es bereits abseits der Digitalisierung an der Grundlage für eine zeitgemäße, flexible, teamorientierte und perspektivische Arbeitskultur, die die Qualität der Patientenversorgung und gleichzeitig die Betriebsentwicklung fördert. Kombiniert mit einem unzureichenden Wissen über das Wesen und die die Instrumente des Change Managements ergibt sich eine Situation, in der sich Innovationen nur sehr schwer etablieren lassen, da hierfür die Grundvoraussetzungen, sowohl auf Seiten der Führenden als auch bei den Mitarbeitern, fehlen.

White Paper zu einem Teilaspekt des Themas

Das White Paper „Die Auswirkungen der Praxismanagement-Insuffizienz auf die Digitalisierung von Haus- und Facharztpraxen“ kann kostenlos per Mail an die Adresse post@ifabs.de bestellt werden.