Welche organisatorische Referenzposition Frauenarztpraxen durchschnittlich erreichen – und wie Praxisinhaber den aktuellen Fachgruppenwert erhalten können
In der Medizin ist es selbstverständlich, die eigene Erfahrung durch geeignete Referenzen zu ergänzen. Laborwerte erhalten durch Referenzbereiche zusätzliche Aussagekraft, diagnostische Befunde werden anhand fachlicher Kriterien eingeordnet, Leitlinien und wissenschaftliche Erkenntnisse unterstützen die ärztliche Beurteilung. Die Referenz ersetzt dabei weder Erfahrung noch individuelles Urteil. Sie liefert eine zusätzliche Information, die eine Einordnung ermöglicht.
Bei der Organisation der eigenen Praxis wird dieses Prinzip bislang deutlich seltener genutzt.
Frauenärzte kennen ihre Praxisabläufe meist sehr genau. Unterschiedliche Terminarten, Vorsorge, Schwangerschaftsbetreuung, diagnostische Leistungen, Akutkontakte und administrative Anforderungen müssen täglich miteinander verbunden werden. Über Jahre entwickeln sich dafür Routinen und Regelungen, das Team sammelt Erfahrung und die Abläufe spielen sich ein.
Wenn Patienten zuverlässig versorgt werden und die anfallenden Aufgaben bewältigt werden, ist deshalb zunächst eine wichtige Feststellung möglich: Die Praxis funktioniert.
Was daraus nicht hervorgeht, ist ihr organisatorischer Referenzstatus.
Ein reibungsloser Ablauf kann beispielsweise auf eindeutig geregelten Zuständigkeiten und verlässlich verfügbaren Informationen beruhen. Dasselbe Ergebnis kann auch dadurch entstehen, dass ein erfahrenes Team Besonderheiten routiniert auffängt und weiß, wann zusätzliche Abstimmung erforderlich ist. Das ist nur eines von vielen möglichen Beispielen dafür, dass das sichtbare Funktionieren einer Praxis noch nicht erkennen lässt, wie die zugrunde liegende Organisation einzuordnen ist.
Eine Referenzierung setzt deshalb keinen organisatorischen Problemanlass voraus. Auch bei einer gut funktionierenden Praxis kann es für die Praxisführung nützlich sein zu wissen, welchen organisatorischen Stand sie erreicht und wie dieser außerhalb der eigenen Binnenperspektive einzuordnen ist.
Woran lässt sich Praxisorganisation einordnen?
Hierfür werden zwei Referenzen genutzt.
Der Best-Practice-Referenzstatus umfasst diejenigen organisatorischen Verhaltensweisen, Regeln und Instrumente, die sich bei der Betrachtung vieler Praxen als relevant für einen reibungslos funktionierenden Praxisbetrieb herausgestellt haben. Er bildet damit einen praxisübergreifend abgeleiteten Bezugsrahmen. Ein Wert von 100 % bedeutet, dass sämtliche darin enthaltenen Merkmale vollständig umgesetzt sind.
Auf dieser Grundlage wird die Fachgruppenreferenz bestimmt. Sie zeigt, welchen Anteil dieser Merkmale die in eine Fachgruppe einbezogenen Praxen im Durchschnitt realisieren.
Für Frauenarztpraxen beantwortet der Fachgruppenwert damit eine konkrete Frage:
Welchen Anteil der praxisübergreifend als relevant identifizierten organisatorischen Verhaltensweisen, Regeln und Instrumente setzen die einbezogenen Frauenarztpraxen durchschnittlich um?
Damit wird aus einer abstrakten Prozentzahl eine fachlich einordenbare Information über den organisatorischen Stand der eigenen Fachgruppe.
Wie hoch ist die Fachgruppenreferenz für Frauenarztpraxen?
Für Frauenarztpraxen liegt ein entsprechender Referenzwert vor.
Praxisinhaber können ihn kostenfrei als „Fachgruppen-Referenzinformation Praxisorganisation – Frauenarztpraxen“ per E-Mail anfordern. Das kompakte Informationspapier nennt den aktuellen Fachgruppenwert, erläutert seine Bedeutung und beschreibt die Aussagegrenzen der Referenzinformation.
Der Fachgruppenwert beantwortet damit die Frage, wo die einbezogenen Frauenarztpraxen im Durchschnitt stehen.
Die für die einzelne Praxis weiterführende Frage lautet anschließend:
Welchen Best-Practice-Referenzwert erreicht die eigene Praxis – und wie ist diese Position im Verhältnis zur Fachgruppenreferenz einzuordnen?
Die individuelle Bestimmung dieser Position erfolgt mit dem Organisations-Referenzvergleich (ORV) für Haus- und Facharztpraxen. Die Erhebung erfolgt vollständig in Eigenregie und kann zeitlich flexibel in den Praxisablauf integriert werden.
Transparenz
Dieser Beitrag wurde im Rahmen des Konzepts „Der zweite Denkraum“ unter Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz entwickelt. KI dient dabei der Exploration von Fragestellungen, der Erweiterung von Perspektiven, der Generierung von Text und alternativer Formulierungen, der Mustererkennung sowie der intellektuellen Auseinandersetzung mit Ideen und Annahmen.
Der Beitrag wurde vom Autor inhaltlich geprüft, redaktionell bearbeitet und freigegeben. Sämtliche redaktionellen Entscheidungen, Bewertungen, Interpretationen und Schlussfolgerungen liegen ausschließlich in seiner Verantwortung.
Zusammenfassung
Auch eine gut funktionierende Frauenarztpraxis lässt sich aus der täglichen Erfahrung allein organisatorisch nicht vollständig einordnen. Der Beitrag zeigt, wie das aus der Medizin vertraute Referenzprinzip auf die Praxisorganisation übertragen wird, was Best-Practice-Referenzstatus und Fachgruppenreferenz konkret bedeuten und wie Frauenärzte den aktuellen organisatorischen Referenzwert ihrer Fachgruppe kostenfrei erhalten können.

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