Welche organisatorische Referenzposition Augenarztpraxen durchschnittlich erreichen – und wie Praxisinhaber den aktuellen Fachgruppenwert erfahren können
In der Medizin ist es selbstverständlich, die eigene Erfahrung durch geeignete Referenzen zu ergänzen. Messwerte und diagnostische Befunde erhalten durch Referenzbereiche, fachliche Kriterien und wissenschaftliche Erkenntnisse zusätzliche Aussagekraft. Diese Informationen ersetzen das ärztliche Urteil nicht. Sie helfen, einen beobachteten Zustand einzuordnen.
Bei der Organisation der eigenen Praxis wird dieses Prinzip bislang deutlich seltener genutzt.
Gerade in einer Augenarztpraxis greifen häufig mehrere aufeinanderfolgende Arbeitsschritte ineinander. Je nach Leistungsspektrum durchlaufen Patienten neben Anmeldung und ärztlicher Untersuchung unterschiedliche Voruntersuchungen oder apparative Diagnostik. Informationen und Befunde müssen dabei zuverlässig dort verfügbar sein, wo der nächste Arbeitsschritt erfolgt. Für ein erfahrenes Praxisteam werden solche Abläufe mit der Zeit selbstverständlich.
Wenn Untersuchungen durchgeführt, Befunde zugeordnet und Patienten zuverlässig durch die einzelnen Stationen geführt werden, spricht zunächst vieles dafür zu sagen: Die Organisation funktioniert.
Was daraus nicht hervorgeht, ist, wie die organisatorischen Voraussetzungen dieses Funktionierens außerhalb der eigenen Praxis einzuordnen sind.
Ein Ablauf kann beispielsweise deshalb zuverlässig sein, weil Zuständigkeiten, Informationswege und Übergaben eindeutig geregelt sind. Dasselbe sichtbare Ergebnis kann entstehen, weil ein eingespieltes Team aus Erfahrung weiß, wann Informationen ergänzt, Rückfragen geklärt oder einzelne Schritte zusätzlich abgestimmt werden müssen. Das ist kein spezifisches Problem von Augenarztpraxen, sondern lediglich ein Beispiel dafür, weshalb das Ergebnis eines Ablaufs nicht automatisch seinen organisatorischen Entwicklungsstand erkennen lässt.
Eine Referenzierung setzt deshalb keinen festgestellten Problemanlass voraus. Auch bei einer reibungslos funktionierenden Augenarztpraxis kann es für die Praxisführung von Interesse sein zu wissen, wie weit bewährte organisatorische Voraussetzungen umgesetzt sind und wie dieser Stand im Verhältnis zu vergleichbaren Praxen einzuordnen ist.
Woran lässt sich Praxisorganisation einordnen?
Hierfür werden zwei Referenzen genutzt.
Der Best-Practice-Referenzstatus umfasst diejenigen organisatorischen Verhaltensweisen, Regeln und Instrumente, die sich bei der Betrachtung vieler Praxen als relevant für einen reibungslos funktionierenden Praxisbetrieb herausgestellt haben. Er bildet einen praxisübergreifend abgeleiteten Bezugsrahmen. Ein Wert von 100 % bedeutet, dass sämtliche darin enthaltenen Merkmale vollständig umgesetzt sind.
Auf dieser Grundlage wird die Fachgruppenreferenz bestimmt. Sie zeigt, welchen Anteil dieser Merkmale die in eine Fachgruppe einbezogenen Praxen im Durchschnitt realisieren.
Für Augenärzte entsteht damit eine Bezugsgröße für eine Frage, die aus dem eigenen Praxisalltag nicht beantwortet werden kann:
Welche Best-Practice-Relation erreichen die einbezogenen Augenarztpraxen durchschnittlich – und wie wäre die eigene Praxis vor diesem Hintergrund einzuordnen?
Wie hoch ist die Fachgruppenreferenz für Augenarztpraxen?
Für Augenarztpraxen liegt ein entsprechender Referenzwert vor.
Praxisinhaber können ihn kostenfrei als „Fachgruppen-Referenzinformation Praxisorganisation – Augenarztpraxen“ per E-Mail anfordern. Das kompakte Informationspapier nennt den aktuellen Fachgruppenwert, erläutert seine Bedeutung und beschreibt die Aussagegrenzen der Referenzinformation.
Damit ist bekannt, welchen Anteil der im Best-Practice-Referenzstatus zusammengefassten organisatorischen Merkmale die einbezogenen Augenarztpraxen durchschnittlich realisieren.
Für die eigene Praxis bleibt eine zweite Frage offen:
Liegt ihr organisatorischer Referenzwert über, auf oder unter dem Niveau der eigenen Fachgruppe – und welcher Abstand besteht zum Best-Practice-Referenzstatus?
Diese individuelle Einordnung erfolgt mit dem Organisations-Referenzvergleich (ORV) für Haus- und Facharztpraxen. Die Erhebung erfolgt vollständig in Eigenregie und kann zeitlich flexibel in den Praxisablauf integriert werden.
Transparenz
Dieser Beitrag wurde im Rahmen des Konzepts „Der zweite Denkraum“ unter Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz entwickelt. KI dient dabei der Exploration von Fragestellungen, der Erweiterung von Perspektiven, der Generierung von Text und alternativer Formulierungen, der Mustererkennung sowie der intellektuellen Auseinandersetzung mit Ideen und Annahmen.
Der Beitrag wurde vom Autor inhaltlich geprüft, redaktionell bearbeitet und freigegeben. Sämtliche redaktionellen Entscheidungen, Bewertungen, Interpretationen und Schlussfolgerungen liegen ausschließlich in seiner Verantwortung.
Zusammenfassung
Auch gut eingespielte Abläufe einer Augenarztpraxis lassen sich aus dem täglichen Funktionieren allein organisatorisch nicht vollständig einordnen. Der Beitrag zeigt, wie das aus der Medizin vertraute Referenzprinzip auf die Praxisorganisation übertragen wird, wie Best-Practice-Referenzstatus und Fachgruppenreferenz zusammenwirken und wie Augenärzte den aktuellen Referenzwert ihrer Fachgruppe kostenfrei erhalten können.

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