Worum es geht
Ziel der Entwicklung des Gesundheitswesens ist es vor allem, die Effizienz der Patientenversorgung zu erhöhen. Das bedeutet, administrative Vorgänge so weit wie möglich zu reduzieren, um ein Maximum an Zeit für die Diagnostik, Therapie und Betreuung der Patienten einzusetzen. Speziell Haus- und Fachärzte sehen sich bei der Umsetzung dieser Zielsetzung jedoch durch eine Vielzahl von externen Einflussfaktoren behindert. Weitgehend unbeachtet bleibt hierbei jedoch die eigene praxisinterne Effizienzparalyse.
Der Begriff beschreibt ein Phänomen, bei dem die Fähigkeit von Ärzten und MFA, ihre Arbeitsabläufe und -bedingungen effizient zu gestalten und zu optimieren, stark eingeschränkt oder sogar vollständig gelähmt ist.
‼️ Es tritt vorwiegend dann auf, wenn es an einer ausreichenden und systematischen Analyse der eigenen Arbeitsbedingungen mangelt.
ℹ️ Der Umfang der Effizienzparalyse lässt sich sogar quantifizieren: Im Mittel wird in Haus- und Facharztpraxen nur knapp die Hälfte des Best Practice-Standards (BPS) der Praxisführung eingesetzt. Diese Leitlinie beschreibt alle Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen, die in den Aktionsbereichen des Praxismanagements, von der Planung über Marktforschung, Organisation, Führung, Patientenbetreuung und Marketing bis zum Controlling, für eine auch unter wechselnden Anforderungen reibungslos funktionierende Arbeit unerlässlich sind.
➡️ Letztlich hat die Effizienzparalyse damit direkte negative Auswirkungen auf die Qualität der Patientenversorgung.
Eine praxisindividuelle, pragmatische Lösung bietet in diesem Kontext der Ansatz des Praxismanagement-Benchmarkings mit dem BPS. Wie er funktioniert, beschreibt die Publikation “Benchmarking des Praxismanagements für Haus- und Fachärzte – Methode, Anwendung und Nutzen”