Worum es geht
Will man die Qualität des Praxismanagements in Haus- und Facharztpraxen qualitativ bewerten, zieht man am besten zunächst die Sichtweise des Personals als Maßstab heran, da sie täglich mit den Auswirkungen der etablierten Strukturen und Prozesse in den Betrieben konfrontiert sind.
👥 Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragungen aus Praxismanagement-Betriebsvergleichen zeigen hierzu ein sehr deutliches Bild, das sich als OKW-Problem zusammenfassen lässt: es mangelt, so die Kritik des Personals, hauptsächlich an stabil funktionierender Organisation, umfassender innerbetrieblicher Kommunikation und motivierender Wertschätzung.
ℹ️ Diese Bewertung lässt sich auch quantitativ untermauern: der Key Performance-Indikator (KPI) „Best Practice-Score“, der die Umsetzung des Best Practice-Standards in Haus- und Facharztpraxen beschreibt, liegt aktuelle bei lediglich 53 %.
😱 Das bedeutet, dass 47 % dieser validierten Leitlinie, die alle Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen, beschreibt, die in den Aktionsbereichen der Praxisführung, von der Planung über Marktforschung, Organisation, Führung, Patientenbetreuung und Marketing bis zum Controlling, für eine auch unter wechselnden Anforderungen reibungslos funktionierende Arbeit unerlässlich sind, nicht umgesetzt werden. Hierzu zählen primär Vorkehrungen, die das OKW-Problem durch „Unterlassung“ ursächlich betreffen.
➡️ Aus dieser Sachlage erklären sich auch die negativen Aspekte der Praxisarbeit, mit denen sich Ärzte, Mitarbeiterinnen und Patienten täglich konfrontiert sehen. Ein Großteil der Defizite liesse sich auf Praxis-Ebene durch einen einfachen Abgleich des Leitlinien-Katalogs mit der jeweils umgesetzten Praxisführung beseitigen.
👉 Wie das funktioniert, beschreibt die Publikation “Benchmarking des Praxismanagements für Haus- und Fachärzte – Methode, Anwendung und Nutzen”. Sie ist als E-Book in allen Online-Bookstores und als PDF im IFABS-Shop erhältlich.