Strategisches Management in MVZ: Optimierung durch innerbetriebliches Benchmarking

Worum es geht

Die Management-Leistungsfähigkeit eines MVZ mit mehreren Fachrichtungen und Standorten sowie die realisierte Versorgung- und Betreuungsqualität setzt sich aus den Einzelleistungen der medizinischen Betreuungsbereiche zusammen. Will man das Praxismanagement-Leistungspotenzial in seiner Funktionalität und Wirkung optimieren und entwickeln, muss zunächst Klarheit drüber bestehen, welchen Anteil die Einzelbereiche hierzu leisten.

Mit dem Best Practice-Benchmarking auf Erkenntnis-Suche

Messbar wird der Beitrag über einen Vergleich der Struktur des Praxismanagements der einzelnen MVZ-Bereichen mit dem Best Practice-Standard, d. h. den Regelungen, Instrumenten und Verhaltensweisen, die ein reibungsloses Funktionieren der Arbeit gewährleistet. Die Einzelwerten können dann zu einem MVZ-Gesamtwert verdichtet werden. Gleichzeitig wird deutlich, welchen Beitrag jeder MVZ-Bereich zum Gesamt-Status leistet (internes Benchmarking).

MVZ in der Gesamtbetrachtung

Mit einem über das Valetudo-Expertensystem ermitteln mittleren Best Practice-Score von 62,6% (Optimum) liegen MVZ deutlich über dem Durchschnitt von Arztpraxen, sind aber gleichzeitig noch deutlich vom Optimum entfernt (100%). Die durchschnittliche Schwankung der Bereichs mit dem jeweils niedrigsten und höchsten Score innerhalb eines MVZ liegt bei 39,7%.


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Auch die Wirkung des Managements ist messbar

Welche Wirkungen die Management-Qualität auf die Patientenzufriedenheit hat, lässt sich noch dem gleichen Verfahren ermitteln. Messgröße ist hierbei der Patient Care Quality Score (PCQS), der die Betreuungsqualität aus dem Verhältnis von Patientenzufriedenheit und Anforderungen ableitet. Auch diese Kennziffer wird für jeden Handlungsbereich individuell bestimmt und anschließend aggregiert. Ist ein MVZ eng mit zuweisenden niedergelassene Ärzten verbunden, kann deren Einschätzung der Kooperationsqualität mit in die Gesamtbetrachtung einbezogen werden.

Fachgruppen-Betriebsvergleiche und Monitoring

Eine ergänzende Analyse-Ebene bieten Fachgruppen-Vergleiche. Markiert die Best Practice-Referenz das anzustrebende Optimum, markiert der Fachgruppen-Bezug das Minimal-Niveau und ermöglicht es, den exakten Leistungs-Status der Handlungsbereiche von MVZ zu determinieren und hierauf aufbauend eine Entwicklungs-Strategie zu entwerfen. Überdies können zu erreichende Scores als Zielgrößen definiert und ihr Erreichen in Folgeanalysen überprüft werden.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

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