Digitalisierung der Arztpraxis: Warum Pacesetter-Ärzte ihre Kollegen bislang nicht überzeugen konnten

Worum es geht

Die Verwendung konkreter Beispiele, um die Funktionalität und den Nutzen – nicht nur – technischer Lösungen zu vermitteln, ist ein anerkanntes didaktisches und Marketing-Prinzip. Bei der Überzeugung von Haus- und Fachärzten zum Thema „Digitalisierung“ konnte es bislang jedoch kaum punkten.

Mit Praxis-Beispielen gegen die Skepsis

Die Anzahl von Praxisinhabern, die gegenwärtig systematisch und professionell digitale Lösungen in ihren Betrieben einsetzen, ist noch sehr gering, zu groß sind die vielfältigen Bedenken, die Ablehnung und die Gleichgültigkeit. Ein probates Instrument, um zumindest Interesse zu wecken oder einzelne Ärzte an einen testweise Einsatz herauszuführen, wäre Fallstudien, denn ein Ablehnungsgrund ist u. a. das Problem vieler Ärzte, den Nutzen durchaus zu erkennen, aber nicht erfassen zu können, welcher Arbeits- und Umstellungsaufwand auf sie zukommt, mit welchen Kosten zu rechnen ist oder in welcher Form sich der Praxisbetrieb verändern wird.

Abgehobene Anwender

Derartige Case Studies existieren bereits, ihre Akzeptanz ist jedoch – wie Befragungen von Haus- und Fachärzten zeigen – gering, denn:

  • bei den Ärzten, die ihre digitalen Praxis-Projekte öffentlich vorstellen, handelt es sich aus Sicht der Kollegen in den meisten Fällen um Experten, manche sprechen auch von „Freaks“, die sich auf bestimmte Einsatzbereiche spezialisiert und eigene Lösungen entwickelt haben, die speziell auf ihre eigenen Belange zugeschnitten sind ,
  • das damit verbundene hohe Engagement für die – eigene – Sache kommt in der Fachöffentlichkeit als übertriebene Euphorie an
  • es dominieren positive Beschreibungen, Schilderung von Problemen finden sich kaum.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

Diesen Beitrag zitieren

Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis

©IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES


Einfach optimieren.

Der Valetudo Check-up© „Praxismanagement“ für Haus- und Fachärzte mit Best Practice- und Fachgruppen-Benchmarking ermittelt ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters durchschnittlich knapp 38 Verbesserungsmöglichkeiten für die Praxisarbeit.


IFABS: BENCHMARK!

Optimierungsforschung und Best Practices für die Markt-, Kunden- und Patientenorientierung in der Gesundheitswirtschaft. Mehr Informationen…