Ungenutzte Optimierungs-Potenziale in Haus- und Facharzt-Praxen: The Morning Meeting

Worum es geht

Praxis-Teams, die morgens zehn Minuten für eine Kurz-Besprechung investieren, profitieren hiervon den ganzen Tag.

Dafür haben wir keine Zeit!

Die Liste der Argumente, die Praxisinhaber gegen die Durchführung regelmäßiger morgendlicher Kurzbesprechungen anführen. Deshalb wird dieses Instrument auch nur in knapp 15% der deutschen Arztpraxen eingesetzt, die meisten von ihnen gehören zur Gruppe der überdurchschnittlich erfolgreichen Betriebe.

Mini-Meeting mit großem Nutzen

  • Der voraussichtliche Tagesablauf wird grob strukturiert und die Arbeitskapazitäten können vorausschauend eingeteilt werden, eine zentrale Voraussetzung für einen reibungslosen Praxisbetrieb („Erdung für den Tag“). Durch Abgleich aller Pläne sind mögliche Engpässe und Probleme identifizierbar und können beseitigt werden, ehe die Arbeit überhaupt beginnt und die ersten Patienten kommen.
  • Das Praxisteam startet mit einer einheitlichen Informationsbasis, mögliche Unklarheiten und Fragen lassen sich bereits vor Praxisbeginn klären und behindern später nicht die Abläufe.
  • Zu beachtende Besonderheiten können allen synchron mitgeteilt werden, es herrscht Informationstransparenz.
  • Für die Praxisinhaber wird im Gespräch erkennbar, wie produktiv ihr Team sein wird: sind die Medizinischen Fachangestellten voll konzentriert und voll leistungsfähig oder herrscht bei Einzelnen Übermüdung vom Vorabend? Die Erkenntnis hilft ihnen, die Arbeitseinteilung hierauf abzustellen.
  • Das Meeting übt eine Kontroll- und Steuerungsfunktion aus: werden Arbeiten, die am Vortag abgeschlossen sein sollten, nicht erledigt, kommt das automatisch zur Sprache. Deshalb findet man in Praxen mit morgendlicher Besprechung deutlich weniger unerledigte Arbeiten als in anderen Praxen.

Hinzu kommen noch folgende Aspekte:

  • Morgendliche Besprechungen sind eine Social Gathering, das als Auftakt-Motivation der Teamförderung dient. Voraussetzung ist, dass es sich tatsächlich um eine Besprechung und nicht um einen Morgen-Appell handelt.
  • Die Meetings haben eine Brückenfunktion, um geordnet vom Privaten in den Arbeitsalltag zu gelangen.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis

©IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES


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