Erkenntnisse aus Unternehmensanalysen in Haus- und Facharztpraxen: Internes Laisser-faire und seine Folgen

Worum es geht

Es gibt eine ganze Reihe von Hausärzten, die der Überzeugung sind, dass ihre Aufgabe die medizinische Patientenversorgung ist und alle Umfeld anfallenden Arbeiten von den Medizinischen Fachangestellten intuitiv erfüllt werden, ohne dass sie sich darum kümmern müssen. Ein Irrtum!

Auch Passivität hat Konsequenzen

Welche Auswirkungen eine derartige Einstellung hat, zeigt die Abbildung, die die Abweichung der Key Performance Indikatoren vom Best Practice-Standard aus der Analyse einer hausärztlichen Gemeinschaftspraxis wiedergibt. Die negativen Bewertungen der Mitarbeiterinnen für die Laissez-faire-Praxisführung repräsentieren sehr gut das Klima und die Bedingungen, die ihre tägliche Arbeit prägen und zur Qual machen. Ohne Struktur und Orientierung entstehen Chaos und Demotivation. Werden Praxisanalysen rechtzeitig durchgeführt, ist ein derartiger Zustand noch korrekturfähig. Sind Chaos und Demotivation jedoch erst einmal manifestiert, ist eine Umkehr fast aussichtslos. Deshalb sollten Praxisanalysen auch so früh wie möglich durchgeführt werden, selbst in Praxen, die keine Beeinträchtigungen ihrer Arbeit verspüren; denn oft können versteckte Risikofaktoren existieren, deren negative Auswirkungen erst mittelfristig greifen.

Weiterführende Informationen

Praxisinhaber, die sich für das Thema „Praxisanalyse“ interessieren, steht das Briefing Paper: „Einfach optimieren – Der Valetudo Check-up© „Praxismanagement“, Funktionsweise, Möglichkeiten und Umsetzungsformen“ zur Verfügung. Zum Download…