Tag: Hausarztpraxis
Wann ist ein guter Zeitpunkt für einen Organisations-Referenzvergleich?
Wann sollte eine Arztpraxis ihren organisatorischen Referenzstatus bestimmen? Nach einem Personalwechsel? Vor einer größeren Digitalisierung? Wenn die Praxis wächst? Nach einer Umstrukturierung? All das können interessante Zeitpunkte sein. Die naheliegendere Antwort lautet jedoch: Ein Organisations-Referenzvergleich (ORV) benötigt keinen besonderen Anlass.
Continue reading “Wann ist ein guter Zeitpunkt für einen Organisations-Referenzvergleich?”HCP Practice Insights: Wenn organisatorische Belastung vor allem mit Bürokratie erklärt wird
Warum eine plausible Ursache noch keine organisatorische Einordnung ermöglicht
In vielen Arztpraxen wird die zunehmende Belastung des Arbeitsalltags wesentlich mit wachsenden bürokratischen Anforderungen in Verbindung gebracht. Dokumentationspflichten, Nachweise, Formulare, Genehmigungsverfahren und administrative Vorgaben beanspruchen Zeit und Aufmerksamkeit, die im Praxisbetrieb zusätzlich bereitgestellt werden müssen. Diese Einschätzung ist nachvollziehbar. Externe Anforderungen können den organisatorischen Aufwand einer Praxis erheblich erhöhen. Aus der wahrgenommenen Belastung lässt sich jedoch noch nicht ableiten, wie die organisatorischen Voraussetzungen der Praxis selbst einzuordnen sind.
Continue reading “HCP Practice Insights: Wenn organisatorische Belastung vor allem mit Bürokratie erklärt wird”HCP Practice Insights: Wenn ein funktionierender Praxisalltag zum organisatorischen Maßstab wird
Warum ein sichtbares Ergebnis noch keine Referenzinformation ist
Continue reading “HCP Practice Insights: Wenn ein funktionierender Praxisalltag zum organisatorischen Maßstab wird”HCP Practice Insights: Was Ärzte über ihre Praxis wissen und was ihnen trotzdem als Referenz fehlt
Warum Erfahrung allein noch keine organisatorische Einordnung ermöglicht
Continue reading “HCP Practice Insights: Was Ärzte über ihre Praxis wissen und was ihnen trotzdem als Referenz fehlt”Was hat sich verändert? Warum organisatorische Referenzwerte für Haus- und Fachärzte auch im Zeitvergleich interessant sind
Continue reading “Was hat sich verändert? Warum organisatorische Referenzwerte für Haus- und Fachärzte auch im Zeitvergleich interessant sind”Eine einzelne Bestimmung zeigt den Status. Eine spätere kann zeigen, ob sich die organisatorische Position verändert hat.
Best Practices in Haus- und Facharztpraxen: Warum 80 Prozent nicht automatisch besser sind als 70 Prozent
Organisatorische Referenzwerte sind keine Rangliste
80 Prozent Best-Practice-Umsetzung sind mehr als 70 Prozent. Rechnerisch ist die Sache eindeutig. Für die Einordnung einer Praxisorganisation ist sie es nicht ganz. Wer einen organisatorischen Referenzwert erhält, könnte ihn intuitiv wie viele andere Kennzahlen lesen: je höher, desto besser. Eine Praxis mit 80 Prozent wäre danach organisatorisch besser aufgestellt als eine Praxis mit 70 Prozent. Und 90 Prozent wären wiederum besser als 80.
Der Organisations-Referenzvergleich (ORV) ist jedoch nicht als Rangliste angelegt. Sein Best-Practice-Umsetzungsgrad zeigt, wie vollständig eine Praxis die im Referenzstandard erfassten organisatorischen Merkmale umsetzt. Er liefert damit eine Positionsangabe gegenüber einer definierten Referenz. Aus dieser Positionsangabe allein entsteht noch kein umfassendes Urteil über die Organisation. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Continue reading “Best Practices in Haus- und Facharztpraxen: Warum 80 Prozent nicht automatisch besser sind als 70 Prozent”Haus- und Facharztpraxen: Ein funktionierender Praxisalltag ist noch kein vollständiger organisatorischer Befund
Eine Sprechstunde läuft im Wesentlichen planmäßig, Befunde werden bearbeitet, Rückfragen geklärt und Patienten zuverlässig versorgt. Aus Sicht des Praxisalltags ist das zunächst eine wichtige Feststellung: Die Praxis funktioniert.
Aus ärztlicher Sicht wäre damit jedoch noch nicht jede diagnostische Frage beantwortet. Ein unauffälliger Befund beschreibt zunächst einen beobachtbaren Zustand. Je nach Fragestellung können zusätzliche Informationen erforderlich sein: die Einordnung gegenüber einer Referenz, ergänzende Funktionsinformationen oder die Entwicklung im Verlauf.
Für die Praxisorganisation lässt sich dieses Prinzip übertragen.
Continue reading “Haus- und Facharztpraxen: Ein funktionierender Praxisalltag ist noch kein vollständiger organisatorischer Befund”Haus- und Facharztpraxen: 72 Prozent Best Practice und trotzdem lohnt der Blick ins Detail
Warum derselbe Gesamtwert zwei sehr unterschiedliche Praxisorganisationen beschreiben kann
72 Prozent des Best-Practice-Referenzstandards.
Auf den ersten Blick ist das eine recht eindeutige Information. Die Praxis setzt knapp drei Viertel der organisatorischen Merkmale um, die im Referenzstandard erfasst sind. Dieser umfasst Verfahren, Instrumente und Verhaltensweisen, die sich auf empirischer Grundlage als wesentlich dafür erwiesen haben, dass ein Praxisbetrieb auch unter wechselnden Anforderungen und Belastungen verlässlich und möglichst reibungslos funktioniert.
72 Prozent beschreiben damit eine organisatorische Position gegenüber dieser Referenz. Aber wie sieht eine Praxis mit 72 Prozent eigentlich aus? Genau an dieser Stelle stößt ein Gesamtwert an seine Grenze. Denn zwei Praxen können denselben Best-Practice-Umsetzungsgrad erreichen und organisatorisch dennoch unterschiedlich aufgestellt sein.
Continue reading “Haus- und Facharztpraxen: 72 Prozent Best Practice und trotzdem lohnt der Blick ins Detail”Bei einer Praxisübernahme werden viele Werte geprüft. Der Organisationsstand meist nicht.
Warum die organisatorische Ausgangslage eine eigene Referenzinformation verdient
Wer eine Arztpraxis übernimmt, möchte wissen, was er übernimmt. Umsätze und Kosten werden betrachtet, Fallzahlen analysiert, Personalstrukturen erfasst, Verträge geprüft und Investitionen bewertet. Hinzu kommen je nach Praxis weitere wirtschaftliche und rechtliche Informationen. Das ist selbstverständlich. Schließlich soll die Ausgangslage möglichst genau bekannt sein, bevor eine weitreichende Entscheidung getroffen wird.
Bei einem Bereich ist diese Informationslage häufig weniger eindeutig: bei der Praxisorganisation. Natürlich sieht der Nachfolger, wie die Praxis arbeitet. Er lernt Mitarbeiter kennen, erlebt Abläufe und erhält einen Eindruck davon, wie Termine organisiert, Informationen weitergegeben oder Aufgaben erledigt werden. Was daraus jedoch nicht hervorgeht, ist eine objektive Einordnung des organisatorischen Entwicklungsstands gegenüber externen Referenzen.
Damit kann eine bemerkenswerte Situation entstehen: Eine Praxis ist wirtschaftlich sehr genau beschrieben, während ihr organisatorischer Ausgangszustand weitgehend aus Eindrücken und Erfahrungen beurteilt wird.
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