Praxisführung: Unnötigen Ballast abwerfen

Worum es geht

Praxismanagement-Betriebsvergleiche zeigen, dass die Einstellung: “Das mache ich nachher, wenn Zeit ist!” in Arztpraxen aller Fachrichtungen weitverbreitet ist. Doch es existiert ein einfaches Vorgehen, um der Prokrastination und ihren negativen Folgen zu entgehen.

Aufschieben induziert einen Negativ-Magnetismus

Unangenehmes, Schwieriges, Zeitaufwendiges – man verschiebt solche Dinge gerne zeitlich nach hinten. Das akute Gefühl ist Entlastung, das Vorgehen als Arbeitsprinzip hingegen führt zum Gegenteil. Der Grund: meist kommt nie der richtige Zeitpunkt, sich doch einmal mit der Erledigung zu beschäftigen. Sind es gleich mehrere Arbeiten oder Erledigungen, die kontinuierlich in die Zukunft verlagert werden, ist das für die eigene Arbeitsmotivation schlecht, da man ja ein schlechtes Gewissen wegen des Unerledigten hat. Außerdem häuft sich immer mehr Arbeit an und man resigniert. Zudem leidet auch die generelle Arbeitsqualität, oft sind überdies auch andere Personen und damit das Kollaborations-Klima betroffen.

Einfach, aber effektiv gegen die Prokrastination

Folgendes 4-Schritte-Programm hilft, das Aufschieben unangenehmer Arbeiten in den Griff zu bekommen:

Schritt 1

Fragen Sie sich zuerst, warum Sie die zu erledigenden Dinge aufschieben. Ist es Unlust, die Sie dazu treibt, sind Sie vielleicht mit den Aufgaben überfordert oder fehlen Ihnen Angaben und Unterlagen? Je präziser Sie den Grund / die Gründe bestimmen, desto schneller können Sie eine Lösung entwickeln und die Sache angehen. Problematisch ist zusätzlich, dass Personen, die häufig Dinge aufschieben, in andere Aktivitäten ausweichen, die wiederum zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen und das Gefühl des Drucks noch weiter steigern.

Schritt 2

Planen sie die Umsetzung einmal gedanklich: was muss ich genau tun, was benötige ich hierzu, wen kann ich vielleicht fragen, wie bekomme ich Hilfe? Häufig liegen Lösungen fast auf der Hand, man hat sie – bewusst oder unbewusst – übersehen. Erstellen Sie dann aus Ihren Überlegungen eine Checkliste der zu erledigenden Teile Ihrer Gesamtaufgabe.

Schritt 3

Fangen Sie damit an – unter Berücksichtigung Ihrer Planung – diejenige Aktivität der aufgeschobenen Sache, die den geringst möglichen Aufwand verlangt, zu erledigen. So verhelfen Sie sich selbst zu Initialzündung und Motivation, da Sie endlich mit der Erledigung begonnen haben. Streichen Sie diesen Punkt Ihrer Checkliste durch und wenden Sie sich dem nächsten Teilschritt zu.

Schritt 4

Stellen Sie sich selbst eine Belohnung in Aussicht, wenn Sie die Aufgabe(n) vollständig erledigt haben. Außerdem werden Sie sich wesentlich besser fühlen. Um dieses positivere Gefühl aufrechtzuerhalten, können Sie eine einfache Hilfe nutzen: setzen Sie sich für Aufgaben, die Ihnen nicht auf Anhieb liegen oder gefallen, ein Zeitlimit. Sagen Sie sich: “Wenn ich innerhalb der nächsten zwei bis drei Minuten die Unterlagen für das Anschreiben an die Krankenkasse finde, schreibe ich den Brief jetzt gleich!” Sie werden sehen, wie diese Strukturierung sie unterstützt, Arbeiten zeitnah zu erledigen.

Die Praxis-Routinen auf dem Prüfstand

Praxisinhaber, die daran interessiert sind, diese und alle anderen Routinen ihrer Arbeit zu durchleuchten, mögliche Fehljustierungen zu beseitigen und inaktive Leistungs-Potenziale zu identifizieren, unterstützt dabei ein Praxismanagement-Betriebsvergleich. Er bietet – ganz ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters – die Möglichkeit, Art, Intensität und Effekte der Praxisführung den repräsentativen Gegebenheiten der zugehörigen Fachgruppe sowie dem Best Practice-Standard gegenüberzustellen, d. h. denjenigen Regelungen, Instrumenten und Verhaltensweisen, die eine reibungslos funktionierende Praxistätigkeit gewährleisten.

Dadurch werden Stärken, Schwächen, Bedrohungen sowie Chancen der täglichen Arbeit identifiziert. Im Mittel liefert ein Praxismanagement-Betriebsvergleich PraxisinhaberInnen 40 bislang ungenutzte Ansätze zur Optimierung der Praxisführung.

Klartext: Moody Doctors

Worum es geht

“Jeder Tag beginnt mit Unsicherheit: hat der Chef gute Laune? Wenn das der Fall ist, atmen wir alle auf. Doch leider kommt das eher selten vor und dann gilt gar nichts mehr: weder Regeln noch Absprachen. Manchmal ist so ein Arbeitstag ein echter Horror-Trip!” In ca. 20% der Arztpraxen klagen die Medizinischen Fachangestellten über derartige Zustände.

Continue reading “Klartext: Moody Doctors”

Ärztliches und zahnärztliches Selbstmanagement: Messbar unterdurchschnittlich ausgeprägt

Worum es geht

Arbeitsdruck, Stress, Demotivation: für viele Praxisinhaber(innen) sind diese Begriffe tägliche Realität. Meist werden äußere, nicht beeinflussbare Gründe verantwortlich gemacht. Doch die meisten Ärzte(innen) könnten ihre Arbeitsqualität und zeitliche Freiheit selbst verbessern. Continue reading “Ärztliches und zahnärztliches Selbstmanagement: Messbar unterdurchschnittlich ausgeprägt”

Best Practices des Praxismanagements: Stärkung durch Abwehr

Worum es geht

“Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen.” (Seneca): Ärzte(innen), die ihre zeitlichen Freiräume ausbauen möchten, müssen u. a. auch lernen, Anforderungen von Mitarbeitern, Kollegen oder anderen Dritten, die nicht in diesen Rahmen passen, konsequent, aber diplomatisch mit einem „Nein“ abzulehnen.

Continue reading “Best Practices des Praxismanagements: Stärkung durch Abwehr”

Work-Life-Balance: Was Haus- und Fachärzte tun können

IFABS Praxismanagement

Worum es geht

Eine zunehmende Anzahl niedergelassener Ärzte erkennt die Wichtigkeit einer Beachtung der eigenen Gesundheit und Widerstandsfähigkeit, um im Wandel des Gesundheitswesens nicht nur langfristig ihre Patienten optimal zu versorgen, sondern auch ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Der erste Schritt ist dabei eine Optimierung der Funktionalität des Praxismanagements.

Continue reading “Work-Life-Balance: Was Haus- und Fachärzte tun können”

Praxismanagement-Betriebsvergleiche: Zu wenige Zahnärzte managen ihre Zeit ganzheitlich

Worum es geht

„Wo ist meine Zeit geblieben?“ Nicht nur bei der Neugründung, bei Übernahmen oder im Rahmen von Zusammenschlüssen stellen sich Zahnärzte diese Frage, sondern auch „gestandene“ Kollegen klagen – wie Praxismanagement-Betriebsvergleiche zeigen – über Zeitmangel. Das lässt sich nicht immer vermeiden, doch es muss kein Dauerzustand sein, wenn man einige Grundregeln des Managements von Zeit beachtet.

Continue reading “Praxismanagement-Betriebsvergleiche: Zu wenige Zahnärzte managen ihre Zeit ganzheitlich”

Tipps für Hausärzte: Mehr Freiheit durch ein professionelles Selbst- und Zeitmanagement / Checkliste

Worum es geht

Immer mehr Hausärzte klagen über chronische Arbeitsüberlastung, Zeitdruck und ständigen Zeitmangel. Wird diese Situation zu einem Dauerzustand, kommt es zu Stress, Frustration und Demotivation. Das wirkt sich auch auf das Personal, die Patienten und das Privatleben aus. Arbeitsanalysen zeigen jedoch, dass die meisten Ärzte, die diese Symptome beklagen, prinzipiell über genügend Zeit verfügen, allen an sie herangetragenen Ansprüchen gerecht zu werden, allerdings müssen sie ihre Zeit anders – und damit besser – einteilen und nutzen.

Ihr Zeitmangel entsteht – wie Betriebsvergleiche zeigen – vor allem durch eine zu geringe Nutzung der Best-Practice-Techniken des Selbst- und Zeitmanagements.

Continue reading “Tipps für Hausärzte: Mehr Freiheit durch ein professionelles Selbst- und Zeitmanagement / Checkliste”

Best Practices in der Arztpraxis: Der Weg zu Achtsamkeit, Gesundheit und Resilienz

Worum es geht

Eine zunehmende Anzahl niedergelassener Ärzte erkennt die Wichtigkeit einer Beachtung der eigenen Gesundheit und Widerstandsfähigkeit, um im Wandel des Gesundheitswesens nicht nur langfristig ihre Patienten optimal zu versorgen, sondern auch ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Der erste Schritt ist dabei eine Optimierung der Funktionalität des Praxismanagements.

Continue reading “Best Practices in der Arztpraxis: Der Weg zu Achtsamkeit, Gesundheit und Resilienz”

Bona Valetudo: Der Weg zu Achtsamkeit, Gesundheit und Resilienz beginnt für Haus- und Fachärzte mit einem funktionierenden Praxismanagement

Worum es geht

Eine zunehmende Anzahl niedergelassener Ärzte erkennt die Wichtigkeit einer Beachtung der eigenen Gesundheit und Widerstandsfähigkeit, um im Wandel des Gesundheitswesens nicht nur langfristig ihre Patienten optimal zu versorgen, sondern auch ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Der erste Schritt ist dabei eine Optimierung der Funktionalität des Praxismanagements.

Continue reading “Bona Valetudo: Der Weg zu Achtsamkeit, Gesundheit und Resilienz beginnt für Haus- und Fachärzte mit einem funktionierenden Praxismanagement”

Wo ist meine Zeit geblieben: Praxismanagement-Betriebsvergleiche zeigen es Haus- und Fachärzten

Worum es geht

Frust über fehlende Freizeit, Stress, Burn-out: für eine große Anzahl von Praxisinhabern sind diese Begriffe keine Leerformeln, sondern quälende Realität. Gleichzeitig entwickelt sich aus diesen Phänomenen eine fatale Negativspirale, denn auf Dauer geraten auch Mitarbeiter und Patienten in den Abwärts-Sog des ärztlichen Stimmungstiefs. Bei der Ursachenforschung dominiert der Blick auf externe Faktoren: vor allem eine Zunahme der Administration, unzuverlässiges Personal und überzogene Patientenansprüche werden von Ärzten als Stressfaktoren angeführt, die die Arbeitsmotivation zunichtemachen. Betriebsvergleiche zeigen aber: etwa 2/3 der ärztlichen Stress- und Burn-out-Probleme sind „hausgemacht“, d. h. sie werden durch ein falsches Praxismanagement verursacht. Continue reading “Wo ist meine Zeit geblieben: Praxismanagement-Betriebsvergleiche zeigen es Haus- und Fachärzten”