Strategisches Praxisführung: Teamwork – Der zu wenig beachtete Erfolgsfaktor

Worum es geht

Eines der betriebswirtschaftlichen Grundprinzipien, das zu sicherer Zielerreichung und überdurchschnittlich guten Arbeitsergebnissen nicht nur in Arztpraxen führt, ist eine exzellent funktionierende Teamarbeit. Sie gewährleistet die Aktivierung der maximal möglichen Synergie aller am Arbeitsprozess Beteiligten. Dieser Teamwork Excellence-Zustand entsteht nicht automatisch, sondern ist das Resultat einer Reihe von Bestimmungsfaktoren, die zusammen den Best Practice-Standard der Teamarbeit bilden. Doch dessen Beachtung vernachlässigen die meisten Praxisinhaber.

Quantifizierung der Teamwork-Qualität

In Arztpraxen liegt – über alle Fachgruppen betrachtet – der aktuelle durchschnittliche Teamwork Satisfaction Score (TSS), die Kennziffer, die die Relation der MFA-Zufriedenheit mit den Determinanten der Zusammenarbeit und ihren Anforderungen beschreibt, bei 43,7% (Optimum: 100%, Erhebungs-Basis: Valetudo Check-up© „Mitarbeiterzufriedenheit Arztpraxis“), d. h. die Teamharmonie ist nur gering ausgeprägt.

Die Gegenüberstellung zeigt die Teamwork-Wirkung

Ein Vergleich strukturidentischer Praxisbetriebe mit sehr gut und weniger gut funktionierender Zusammenarbeit macht es deutlich: wird die Zusammenarbeit systematisch entwickelt,

  • sind die Patienten deutlich zufriedener und auch die Weiterempfehlungsquote ist ausgeprägter,
  • funktioniert die Organisation besser und kommt es zu weniger Flüchtigkeitsfehlern und Doppelarbeiten,
  • werden Praxisinhaber aufgrund der operativen Selbststeuerung-Fähigkeiten ihrer Medizinischen Fachangestellten vom nicht-medizinischen Tagesgeschäft kaum beansprucht,
  • fallen nahezu keine Überstunden an und
  • ist die Stressbelastung geringer.

Mit Fragen zu funktionierender Zusammenarbeit

Eines der Kennzeichen teamorientierter haus- und fachärztlicher Betriebe ist die Durchführung von Teambefragungen. Bei größeren Belegschaften sind sie ohnehin ein Muss, auch wenn ein Team scheinbar funktioniert, um auf diese Weise perspektivisch-präventiv Fehlentwicklungen bereits im Ansatz zu erkennen. Wichtig ist hierbei, die Team-Meinung einzuholen, d. h. die Antworten werden anonymisiert abgegeben und ausgewertet. Mit Hilfe dieses Instrumentes lässt sich eine Gefährdung der Kooperationsqualität durch Fehljustierungen wie Ziellosigkeit, Konflikte und daraus resultierende Gruppenbildung, mangelnde Handlungsfreiheit oder andere Faktoren weitgehend ausschließen.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

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©IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES


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