Strategische Entwicklung von Arztpraxen: Mit qualitativen Betriebsvergleichen auf die Überholspur

Worum es geht

In den meisten Arztpraxen dominiert die Innensicht des Praxismanagements. Praxisinhaber meinen, mit der Analyse der Patientenzufriedenheit oder über Anregungen der Medizinischen Fachangestellten alles Notwendige zur Optimierung getan zu haben. Doch das ist ein folgenreicher Irrtum.

Einblicke durch Perspektiv-Wechsel

Untersucht man die Handlungsweisen von überdurchschnittlich erfolgreichen Praxis-Teams, so zeichnen sie sich u. a. durch einen „Blick über den Tellerrand“ aus. Ein Instrument hierfür sind qualitative Betriebsvergleiche des Praxismanagements und seiner Effekte in Betrieben der gleichen Fachrichtung. Die auf diesem Weg ermittelten Informationen ermöglichen nicht nur, den eigenen Leistungsstand zu bestimmen, sondern auch das Erkennen der Notwendigkeit und Dringlichkeit von Veränderungen der eigenen Arbeit. Repräsentiert der Best Practice-Standard das anzustrebende Optimum, bildet der Fachgruppen-Standard das Fachgruppen-Niveau als Untergrenze ab.

Ein Beispiel

Ergibt sich für die Patientenzufriedenheit beispielsweise ein PCQS (Patient Care Quality Score, das Verhältnis von Patientenzufriedenheit und -anforderungen) von 61,3%, so unterliegt die Interpretation dieses Wertes der subjektiven Einschätzung. Praxisinhaber sind dabei eher geneigt, eine Erfüllung von zwei Drittel der Anforderungen als positiv anzusehen. Ist hingegen bekannt, dass der Fachgruppen-Wert bei 75,9% liegt, wird deutlich, dass ein akuter Handlungsbedarf besteht. Gleiches gilt für die Einsatzintensität der Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen des Praxismanagements.

Annahmen werden durch Fakten ersetzt

Die Kenntnis der eigenen relativen Position wird umso wichtiger, je höher die Wettbewerbsintensität innerhalb des eigenen Einzugsgebietes ist. Aber auch in allen anderen Konstellationen erhalten Ärzte für ihre Betriebe wichtige Anhaltspunkte zu Stärken und Schwächen, Bedrohungen und Risiken sowie zu den Ansätzen für Veränderungen und Entwicklungen. Diese werden dringend benötigt, denn der Arbeitsrahmen von Arztpraxen unterliegt einem dynamischen Wandel, der in der nächsten Zeit deutlich zunehmen wird. Betriebsvergleiche wandeln vor diesem Hintergrund subjektive Einschätzungen in konkretes Wissen und wirken so zielgerichtet schädlicher Untätigkeit und Fehlentscheidungen entgegen.

Ad hoc-Betriebsvergleich

Der ohne Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters einsetzbare Valetudo Check-up© „Praxismanagement bietet niedergelassenen Ärzten bei geringem Aufwand und einfacher Umsetzung die Möglichkeit eines umfassenden Fachgruppen-Betriebsvergleichs nebst Best Practice-Benchmarkings. Er ist in fünf Varianten erhältlich (vgl. Abb.), alle Detail-Informationen sind über diesen Link abrufbar.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

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