Management Excellence in Arztpraxen: Lassen Sie das doch einfach Ihre Mitarbeiterinnen machen

Worum es geht

In vielen Arztpraxen liegen Ideen und Aktivitäten für nutzbringende Veränderungen brach, da die Praxisinhaber sich zu Realisierungen nicht entschließen können. Aber was kann schon schiefgehen?

Die Lösung ist eindeutig, aber…

Vor einiger Zeit erhielt ich den Anruf eines Arztes aus einer allgemeinmedizinisch tätigen Doppelpraxis, der wenige Tage vorher seine aktuelle Praxis-Expertise erhalten hatte. Hierin empfahl ich ihm – nun zum dritten Mal in Folge -, Online-Terminbuchungen anzubieten, um – flankiert durch einige weitere Maßnahmen – der hohen Patienten-Unzufriedenheit mit dem Telefonmanagement zu begegnen. Aufgrund der Patientenstruktur war seine Praxis für dieses Angebot besonders prädestiniert. Der Arzt berichtete, dass er auch grundsätzlich bereit sei, dem Rat zu folgen, doch er wisse nicht, wie er das konkret bewerkstelligen solle.

“Lassen Sie das doch einfach Ihre Mitarbeiterinnen machen!“

Mein Tipp für ihn war, dieses Projekt seinen Mitarbeiterinnen zu übertragen. Der Vorschlag wirkte auf ihn mehr als irritierend: „Einfach so? Ob die das können?“. Ich verwies ihn auf die Angaben seines Personals in den Verbesserungsvorschlägen seiner Valetudo Check-up-Praxisanalysen, die zeigten, dass die Medizinischen Fachangestellten nicht nur viele wichtige und richtige Ideen zur Verbesserung und Entwicklung der Praxisarbeit hatten, sondern auch ein hohes Engagement zur Umsetzung besaßen. Sie konnten jedoch bislang nicht aktiv werden, da beide Praxisinhaber stets zögerten, grünes Licht für entsprechende Aktivitäten zu geben, ein Aspekt, den mir mein Gesprächspartner auch selbstkritisch bestätigte.

„Das System läuft super. Vielen Dank!“

Diese E-Mail der Praxismanagerin zwei Wochen später beschrieb dann den Durchbruch: den beiden Ärzten war es zum Thema „Online-Termine“ gelungen, ihre Skepsis und Zurückhaltung zu überwinden und das Projekt durch das Personal realisieren zu lassen. Dieser Fall ist nicht selten, sondern findet sich in vielen Betrieben. Meine Empfehlung ist stets die gleiche: bei allen Veränderungen, die in Eigenregie durchführbar sind, lohnt es sich, die Arbeiten dem Personal zu übertragen. Auf diese Weise geschieht wirklich etwas und das Vertrauen sowie die Beteiligung an der Praxisgestaltung motivieren die MFA sehr stark. Im übrigen gilt in den meisten derartigen Situationen: schlimmer als vorher kann es auch bei einem Misslingen nicht werden.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis

©IFABS Photo-Edition, erhältlich bei EYEEM und GETTY IMAGES


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