1.000 Euro im Jahr für ein System zur Online-Terminbuchung? Ich bin doch nicht wahnsinnig!

Worum es geht

Das Angebot, online Termine in Arztpraxen zu vereinbaren, ist für Patienten äußerst attraktiv und bietet Haus- und Fachärzten eine Vielzahl von Möglichkeiten, effizienter, produktiver und patientenorientierter zu arbeiten. Doch wenn es darum geht, für die Nutzung der Services zu bezahlen, winken viele Ärzte ab.

Haus- und Fachärzte erstellen keine Gegenrechnung

Ein Grund für diese Ablehnung – die Headline dieses Beitrags ist ein Zitat aus einer Gruppendiskussion mit Medizinern zum Thema –  findet sich in der starken medizinischen und geringen unternehmerischen Ausrichtung vieler Ärzte. Deshalb sind sie nicht in der Lage, die durch die Systeme entstehende Effizienz- und Produktivitäts-Effekte monetär zu beziffern und zur Ausgabe zu bilanzieren. Diese Situation führt u. a. auch dazu, dass versucht wird, mit kostenlosen „Bordmitteln“, z. B. Terminanfragen per E-Mail, den Anforderungen der Patienten gerecht zu werden. Doch hierdurch entstehen mehr Arbeit und und eine zusätzliche Personal-Beanspruchung, die vermeintliche Kostenfreiheit kehrt sich in ihr Gegenteil.

Der zusätzliche Service wird nicht gesehen

Hinzu kommt, dass Praxisinhaber übersehen, welche Leistungen neben den Terminsystemen noch Bestandteile der Angebote sind. Neben Einrichtungs- und Betreuungs-Services kommen oft weitere Zusatzleistungen hinzu, beispielsweise automatisierte Terminerinnerungen, diverse Auswertungs- und Analyse-Möglichkeiten, App-Support etc. Wer Termine professionell online anbieten will, kommt um einen der Anbieter wie z. B.

nicht herum. Auf jeden Fall lohnt sich aber immer ein Preis-Leistungs-Vergleich der Offerten, der u. a. untersucht, wie lange der jeweilige Anbieter bereits im Markt ist, welche Erfahrungen er im Bereich von Arztpraxen besitzt, ob die Kalender-Lösung einfach zu bedienen ist (mit wenigen Klicks zum Termin), ob Bestätigungs-Mails verschickt werden, wie die Zusatzleistungen genau aussehen und in welcher Form das einzelne System individualisierbar ist.

Kein Erfolg ohne ein funktionierendes Praxismanagement

Systeme zu Online-Terminbuchung können ihren vollen Nutzen nur dann entfalten, wenn sie in einen reibungslos funktionierenden Praxisbetrieb integriert werden. Z. B. wechseln Patienten, die von einer professionellen Online-Buchung in eine chaotische Praxisorganisation gelangen, schnell wieder zur telefonischen Terminabsprache, weil sie sich von persönlichen Gesprächen bessere Terminbedingungen erhoffen. Ein Instrument, sein Praxismanagement nicht nur im Vorfeld der Nutzung digitaler Hilfen einfach zu analysieren und umaufwendig zu optimieren, ist der Valetudo Check-up© „Praxismanagement“. Über ein Best Practice- und Fachgruppen-Benchmarking ermittelt die Untersuchung ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters durchschnittlich knapp 40 Verbesserungsmöglichkeiten für die Praxisarbeit. Alle Informationen im Überblick…

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

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