Management in der ambulante Medizin: Die Arbeit von Haus- und Fachärzten ist im Mittel in 40 Punkten verbesserbar

Worum es geht

Praxismanagement-Betriebsvergleiche zeigen, dass Praxisinhaber – unabhängig davon, ob die Auswirkungen von Problemen in der täglichen Arbeit konkret beobachtbar sind oder nicht – über eine Vielzahl ungenutzter Veränderungsmöglichkeiten.

Das Dilemma der Praxisführung

Eine gering ausgeprägte Analyse-Tätigkeit in Arztpraxen sowie die Verwendung ungeeigneter Instrumente führen dazu, dass akut erlebbar Fehljustierungen der Praxisarbeit und Risikofaktoren weitgehend unbeseitigt bzw. unentdeckt bleiben („Praxismanagement-Insuffizienz“). Oftmals haben sich viele Praxis-Teams mit den Gegebenheiten abgefunden und Hilfs-Routinen entwickelt, die zwar ermöglichen, größere Problemauswirkungen einzudämmen, aber insgesamt die Effizienz und Produktivität der Arbeit eher noch weiter schwächen. Dennoch dauert es selbst bei persistierenden negativen Auswirkungen oft mehrere Jahre, bis sich Praxisinhaber entscheiden, externe Hilfe zu suchen, diese aber dann doch nicht in Anspruch zu nehmen, da ihnen die Relation von Kosten und Nutzen ungünstig erscheint.

Die Fehlersuche in Praxisbetrieben wird zusätzlich für Ärzte und Mitarbeiterinnen dadurch erschwert, dass „das Praxismanagement“ ein komplexes Konstrukt aus Aktionsbereichen und Interdependenzen ist. Substanziell positive Veränderungen erfordern daher meist Eingriffe auf verschiedenen Ebenen.

Lösung Betriebsvergleich

Die genannten Veränderung-Barrieren lassen sich jedoch mit der Durchführung eines Praxismanagement-Betriebsvergleich umgehen. Er bietet Haus-und Fachärzten die Möglichkeit, Art, Intensität und Effekte ihrer Praxisführung den repräsentativen Gegebenheiten ihrer Fachgruppe sowie dem Best Practice-Standard gegenüberzustellen. Hierdurch gelingt es u. a., das Praxismanagement mit Hilfe von Indikatoren zu visualisieren („Praxismanagement-Scanner“) und Stärken, Schwächen, Bedrohungen sowie Chancen der Praxisarbeit detailliert zu bestimmen. Das Ganze funktioniert fragebogengestützt, ganz ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters und dessen Kosten. Im Durchschnitt werden mit dem Betriebsvergleich-System vierzig Veränderungsmöglichkeiten der Praxisarbeit identifiziert. Werden Betriebsvergleiche zudem regelmäßig in Form von Folgeuntersuchungen durchgeführt, fungieren si als Frühwarnsysteme, die Fehlentwicklungen und Risikofaktoren, die aufgrund der Entwicklungs-Dynamik der Arbeit in Arztpraxen entsteht, rechtzeitig aufzeigen.

Einen Überblick der Umsetzung und Möglichkeiten gibt ein Briefing Paper zum Thema, das für niedergelassene Ärzte über diesen Link abrufbar ist oder das Angebot in unserem Shop.