MFA: Was tun, wenn der Chef an Verbesserungs-Vorschlägen nicht interessiert ist

Worum es geht

Eine fortwährende Klage von MFA bezieht sich auf die geringe Bereitschaft der Praxisinhaber, Verbesserungs-Vorschläge anzunehmen und umzusetzen. Dabei sind gerade die Beobachtungen und Ideen des Personals von besonderer Bedeutung für die Effizienz und die Produktivität eines Praxisbetriebs, aber auch für die Arbeitsqualität, da sie täglich im konkreten Geschehen der Arbeit agieren. Hiervon bekommen die Ärzte jedoch nur Teilaspekte mit, da sie hauptsächlich in die direkte Patientenbetreuung involviert sind.

MFA sind gute Praxisberater in eigener Sache

Die Gründe für dieses fast schon selbstschädigende Verhalten sind vielfältig. Allein gemeinsam ist das Problem, dass die Notwendigkeit dieser Vorschläge nicht richtig eingeschätzt wird und deshalb gar kein Problembewusstsein vorhanden ist. Die Ergebnisse aus Praxismanagement-Betriebsvergleichen© zeigen jedoch, dass die Anregungen der Medizinischen Fachangestellten exakt die „Pain Points“ der Praxisführung adressieren. Aber wie aktivieren die Mitarbeiterinnen ihre Praxisleitungen?

Die Schritte zum Erfolg

  • Dokumentation: Häufig werden Ideen im Vorbeigehen geäußert und sind schon nach wenigen Minuten vergessen. Deshalb sollten die Vorschläge schriftlich festgehalten werden. Ideal ist es, gleich eine Liste der potenziellen Vorteile, wie Zeit- und Kostenersparnisse oder verbesserte Arbeitsabläufe zu erstellen, damit die Tragweite verdeutlicht wird.
  • Problem-Protokoll: Ebenfalls hilfreich ist eine Beschreibung der aktuellen Defizite, am besten mit Tagen und Zeiten, die fortbestehen, falls keine Veränderung eintritt.
  • Unterstützung: Sehen die Kolleginnen die Notwendigkeit ebenso, sollte sich das gesamte Praxis-Team zusammenschließen und „mit einer Stimme“ die Umsetzung vorschlagen, da hierdurch die „Schlagkraft“ steigt.
  • Präsentation: Praxisbesprechungen eignen sich hervorragend, um Vorschläge vorzustellen, mit Fakten zu erläutern, wo der Nutzen liegt und konkrete Entscheidungen herbeizuführen.
  • Praxisanalyse: Die Erfahrung zeigt, dass Haus- und Fachärzten, die sich bislang zu den Ideen ihres Personals abwehrend bis zögerlich verhalten haben, vielfach ihr Verhalten ändern, wenn ihnen im Kontext von Fakten einer Praxis-Gesamtanalyse die Dringlichkeit und Tragweite verdeutlicht wird.

Deshalb sollten Mitarbeiterinnen, die mit ihren Vorschlägen zur Verbesserung der Praxisarbeit bislang gescheitert sind, ihren Chefs die Durchführung eines Praxismanagement-Betriebsvergleichs© empfehlen.

In diese Untersuchung fließen u.a. auch alle Verbesserungs-Vorschläge des Personals mit ein.

Was die Analyse leistet und wie sie funktioniert, erläutert ein Briefing-Paper, das MFA herunterladen und ihren Chefs übergeben können.