Wie das Delegations-Verhalten und die Bereitschaft zur Digitalisierung zusammenhängen

Worum es geht

Eine Themen-Auswertung von Angaben aus dem Pool des IFABS Praxismanagement-Betriebsvergleichs© für Haus- und Fachärzte zeigt, dass die Art der Praxisführung eindeutige Rückschlüsse auf das Digitalisierungs-Verhalten zulässt. Ein Beispiel.

Delagations-Intensität und Digitalisierung-Score

Eine Querschnittanalyse von zufällig ausgewählten Praxismanagement-Beschreibungen aus hausärztlichen Praxisbetrieben ergab einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Delegations-Intensität nichtärztlicher Tätigkeiten und der Bereitschaft, Digital-Lösungen einzusetzen. Lag des Digitalisierung-Score des Betriebsvergleichs, der den Umfang des Einsatzes der derzeit verfügbaren Digital-Instrumente in Arztpraxen bestimmt, bei gering ausgeprägtem Delegations-Verhalten unter 5%, stieg der Wert bei vollständiger Übertragung der Arbeiten bis auf 26% an, einem immer noch niedrigen, in Anbetracht des generell retardierten Transformations-Fortschritts aber gutem Wert.

Digitalisierung: Eine Frage des Vertrauens?

Der Zusammenhang erklärt sich aus dem Wesen der Delegation: Ärzte, die viele Tätigkeiten, die an das Personal ausgegliedert werden könnten, selbst erledigen, sind stark kontrollorientiert und handeln so, weil sie befürchten, dass die Arbeiten gar nicht oder nicht sorgfältig bzw. pünktlich erledigt werden. Bei einer Nutzung digitaler Lösungen sind sie neben dem Personal mit noch einer zweiten Kontrolle-Ebene, der Technik, konfrontiert, ein Sachverhalt, den sie als Zusatzbelastung einstufen und deshalb auf digitale Hilfen lieber verzichten.

Weiterführende Informationen

zum IFABS Praxismanagement-Betriebsvergleich© für Haus- und Fachärzte, der Informationsgrundlage für erfolgreiche Praxisführung, sind über diesen Link erreichbar.