DIGA: Ohne Adhärenz zum Scheitern verurteilt

Worum es geht

Ein zentraler Wunsch vieler Patienten ist, in die Entscheidungen zu ihrer Behandlung einbezogen zu werden. Doch das Prinzip der Adhärenz wird bislang nur in wenigen Praxisbetrieben konsequent umgesetzt. Diese Tatsache bildet gleichzeitig eine Barriere für die Langfrist-Nutzung von DIGA.

Adhärenz statt Compliance

Die Zielsetzung der DIGA besteht – neben der Behandlungs-Unterstützung – auch darin, dass die Patienten in ihren Behandlungen selbst aktiv werden und detailliertes Wissen zu ihren Erkrankungen aufbauen. Das kann jedoch nur funktionieren, wenn sie seitens ihrer behandelnden Ärzte auch als Partner und Co-Entscheider akzeptiert werden, d. h. wenn Ärzte ihre Compliance-Sicht in ein Adhärenz-förderndes Verhalten umwandeln.

Betriebsvergleich zeigt Adhärenz-Defizit

Die Daten des Praxismanagement-Betriebsvergleichs, der u. a. auch die Adhärenz-Orientierung von Ärzten und ihre Wirkungen untersucht, zeigen, dass

  • der Adherence Materialization Score (AMS), der Anteil der tatsächlich umgesetzten Adhärenz-Maßnahmen in Relation zum Best Practice-Standard), in Haus- und Facharztpraxen gegenwärtig im Mittel bei nur 46% liegt,
  • die Wirkung, quantifiziert mit dem Adherence Impact Score (AIS), der Relation von erzielter Patientenzufriedenheit im Verhältnis zu den Anforderungen, sich auf durchschnittlich lediglich 39% beläuft.

Beide Werte indizieren eine nicht ausreichende Ausgangs-Situation für einen breiten und vor allem anhaltenden DIGA-Erfolg.

Weiterführende Informationen

zum IFABS Praxismanagement-Betriebsvergleich© allgemein, der Informationsgrundlage für erfolgreiche Praxisführung, erhalten an einer Durchführung interessierte Praxisinhaber über diesen Link.

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