Kaum genutzt: Synergien im Praxismanagement

Worum es geht

Teams in Haus- und Facharztpraxen, die ihre Arbeit am Best Practice-Standard ausrichten, erzielen automatisch eine optimale Synergie ihrer Tätigkeit. Doch das ist nicht die Regel.

Synergie in allen Bereichen

Der Begriff „Synergie“ findet in vielen Bereichen des Lebens Anwendung, begonnen bei der Theologie über die Pharmakologie und Chemie bis hin zur Forstwirtschaft. Er bezeichnet ein Zusammenwirken von Akteuren, Stoffen oder Verhaltensweisen, dessen Ergebnis zu einem größeren Effekt führt als die Addition der jeweiligen Einzelwirkungen. So erstaunt es nicht, dass die Synergie als Zielgröße auch für die Gestaltung des Praxismanagements eine wichtige Rolle spielt. Hier kommt es darauf an, die einem Praxisbetrieben zur Verfügung stehenden Ressourcen so auszuwählen und zu formen, dass sich der Effekt ihres Zusammenwirkens potenziert, d. h. durch die Kombination wird insgesamt ein besseres Ergebnis erzielt.

Ein Exempel

Ein Beispiel für Synergie-Effekte ist die Kombination der klassischen telefonischen Terminvereinbarung mit einer Online-Option. Hierdurch entsteht ein Entlastungs- und Freisetzungs-Effekt, der es dem Personal ermöglicht, zusätzliche Aktivitäten durchzuführen. Hierdurch wird gleichzeitig die Motivation gesteigert, da der Arbeitsdruck sinkt. Diese Entspannung des Betriebsklimas wirkt sich in der Folge auch positiv auf die Patientenzufriedenheit aus.

Synergien erfassen und überprüfen

Das Praxismanagement beinhaltet eine Vielzahl synergistischer Ansatzpunkte, die aus den Interdependenzen der Aktionsbereiche – von der Planung über Patientenbetreuung, Marketing, Führung und Organisation bis hin zum Controlling – resultieren. Sie werden umso umfassender im Arbeitsalltag berücksichtigt, je mehr die Praxisführung dem Best Practice-Standard (BPS) entspricht. Er beschreibt die für eine reibungslose Funktionalität notwendigen Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen. Je höher der Realisierungs-Grad ist, desto umfassender sind automatisch auch die synergistisch wirkenden Beziehungen implementiert.

Synergien bleiben häufig ungenutzt

Doch bislang wird in deutschen Arztpraxen nur knapp die Hälfte des BPS tatsächlich realisiert. Damit ist gleichzeitig ein immenses Synergie-Potenzial inaktiv, ein zentraler Grund, warum Zeitmangel, Stress, Ärger und Überstunden das tägliche Praxisgeschehen spürbar bestimmen.

SynergieCheck für Arztpraxen

Die Nutzung des Best Practice-Standards ermöglicht es den Teams in Haus- und Facharztpraxen, ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters einen Synergie- Check ihrer Praxisarbeit umzusetzen. Das Instrument hierfür ist der Praxismanagement-Betriebsvergleich©.