Welche grundsätzlichen Fehler sollten Ärzte vermeiden, wenn sie ihren Mitarbeitern Feedback geben?

Worum es geht

Feedback ist ein wichtiges Werkzeug zur Entwicklung und Verbesserung der Leistung der Medizinischen Fachangestellten, kann aber, wenn es falsch umgesetzt wird, auch demotivieren oder Konflikte hervorrufen. Hier sind einige grundsätzliche Fehler, die Ärzte beim Geben von Feedback machen können:

📌 Unklarheit: Vages oder allgemeines Feedback führt zu Verwirrung und hilft den Mitarbeiterinnen nicht, ihre Leistung einzuordnen oder sich zu verbessern.

📌 Emotionalität: Feedback muss grundsätzlich objektiv und konstruktiv sein. Zu emotionale oder aggressive Rückmeldungen drängen den Mitarbeiter in die Defensive.

📌 Negatives Feedback: Ist das Feedback hauptsächlich kritisch angelegt und hebt es keine positiven Aspekte hervor, werden Motivation und das Selbstwertgefühl der Mitarbeiterinnen untergraben.

📌 Öffentliches negatives Feedback: Kritisches Feedback darf nur unter vier Augen und nicht vor anderen Kolleginnen gegeben werden.

📌 Fehlende Lösungsvorschläge: Es ist nicht hilfreich, Probleme lediglich zu identifizieren und keine Möglichkeiten zur Verbesserung aufzuzeigen oder gemeinsam zu entwickeln.

📌 Fehlende Regelmäßigkeit: Wird Feedback nur sporadisch gegeben, können weder besprochene Entwicklungen nachvollzogen noch eine Lernkurve aufseiten der Mitarbeiterinnen aufgebaut werden.

📌 Fehlender Kontext: Wenn Medizinische Fachangestellte nicht verstehen, warum sie ein bestimmtes Feedback erhalten, ist es schwer für sie, das Feedback anzunehmen oder darauf zu reagieren.

📌 Nicht zuhören: Feedback ist ein Dialog. Sind Ärzte nicht bereit, die Perspektive der Mitarbeiterin zu hören, ist seine Gabe sinnlos.

📌 Unvorbereitetes Feedback: Feedback muss stets gut durchdacht und strukturiert sein. Spontanität oder mangelnde Vorbereitung im Sinne einer Faktensammlung sind nicht nur ungenau, sondern häufig auch unfair.

📌 Voreingenommenheit: Feedback darf nur auf der Basis auf beobachtbarer Fakten und Verhaltensweisen gegeben werden, persönliche Annahmen sind kontraproduktiv.

➡️ Fazit: Jeder dieser Fehler reduziert die Effizienz von Feedback und bewirkt genau das Gegenteil dessen, was erreicht werden soll. Deshalb ist es wichtig, dass Praxisinhaber sich selbst in Bezug auf diese Fehler überprüfen und sie vermeiden.

📕 Alles, was Haus- und Fachärzte über professionelles Feedback wissen müssen, ist in dem QuickStart-Guide: „Feedback geben: Ein Leitfaden für Haus- und Fachärzte – Best Practices der Gesprächsführung für ein Plus an Leistung, Motivation und Erfolg von Praxis-Teams“ zusammengefasst, einschließlich Formulierungs-Hilfen für die Mitarbeiter-Gespräche.

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