Digitalisierung der Arztpraxis: Kann eine Praxis-Software 50% der administrativen Aufgaben reduzieren und zu Umsatzsteigerungen von bis zu 30% führen?

Worum es geht

Der Einsatz des Praxisverwaltungs-Systems der Doctorly GmbH soll lt. Aussage auf der Internetseite des Unternehmens (Stand 31.01.2018) administrative Aufgaben um bis zu 50% reduzieren und zu einem Umsatz-Plus von bis zu 30% führen. Ist das möglich?

Aufgaben-Reduktion

Vergleicht man die Ergebnisse aus Arbeitsanalysen von Praxisbetrieben, die durch ein Best Practice-Praxismanagement gekennzeichnet sind mit Praxen ohne diese Ausrichtung, zeigt sich, dass sie Standard-Prozesse bereits heute aufgrund von Automatisierungen mit einem 20% bis 30% geringerem Aufwand erledigen und daraus auch entsprechende Entlastungseffekte resultieren. Gelingt es, dieses Niveau durch Transformation noch weiter zu senken, ist die Perspektive der Aufgabenreduktion durchaus realistisch.

Umsatz-Generierung

Wer digitalisiert, hat mehr Zeit für andere Aktivitäten. Das zeigen bereits heute die Effekte konsequent eingeführter Online-Terminvereinbarungen oder professionell eingesetzter Videosprechstunden. Durch eine Nutzung weiterer Digital-Instrumente können Praxisinhaber Zeitfenster schaffen, die für andere Aktivitäten, z. B. Selbstzahler-Leistungen, verwendbar sind. Hinzu kommt, dass die derzeitige Leistungserfassung in vielen Praxisbetrieben nicht immer vollständig ist, ein Aspekt, dem digital adäquat begegnet werden kann. Weitere Optionen zur Umsatz-Steigerungen resultieren aus der Terminvergabe sowie aus Patientenanalysen, für die sich Software-gestützt völlig neue Möglichkeiten eröffnen.

Digitalisierung benötigt ein funktionierendes Praxismanagement

Basis der Effekte ist aber nicht die Einführung digitaler Lösungen allein, sondern ein reibungslos funktionierendes Praxismanagement. Nur wenn Strukturen und Abläufe synergistisch wirken, führt die digitale Transformation – auf den einzelnen Betrieb abgestimmt – zu deutlichen Steigerungen des Leistungspotenzials, der Effizienz und Produktivität und in der Konsequenz – hier liegen ja die primären Ziele – der medizinischen Versorgung und der Patientenzufriedenheit.

Mit Künstlicher Intelligenz zu  optimierter Praxisführung

Für die Optimierung des Praxismanagements lässt sich ebenfalls digitale Hilfe nutzen. Das Valetudo-Expertensystem© beispielsweise ermöglicht es jedem Praxisinhaber – unabhängig von seiner Fachrichtung -, durch Einsatz einer halben Stunde Arbeitszeit, ergänzt um eine Mitarbeiter- und Patientenbefragung, mögliche Fehljustierungen, bestehende Risikofaktoren und ungenutzte Ressourcen seines Betriebes zu identifizieren. Das KI-System funktioniert ohne die Notwendigkeit eines Praxisberaters auf der Grundlage von Praxismanagement-Deskriptionen und -Bewertungen aus mehr als zehntausend Praxisbetrieben. Ein Best Practice- und Fachgruppen-Vergleich der Praxisführung ist in die Untersuchung mit eingeschlossen. Interessierte Ärzte können detaillierte Informationen einem Flyer zum System entnehmen. Alle Informationen im Überblick…

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

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