Transformation der Arbeit in Arztpraxen: Warum die Digitalisierung gegenwärtig nicht zu mehr Zeit für die Patienten führt

Worum es geht

Ein zentrales Argument der Digitalisierungs-Anbieter ist die Schaffung von Freiräumen für die Patientenbetreuung. Doch hiervon profitieren aus heutiger Sicht nur die wenigsten Ärzte.

Die Digitalisierung benötigt ein solides Fundament

Als einer der Hauptnutzen, den die Transformation niedergelassenen Ärzten bieten soll, wird immer wieder darauf verwiesen, dass Ärzte durch die entstehende Effizienz-Steigerung mehr Zeit für ihre Patienten erhalten. Doch die kann nur greifen, wenn die Grundlage, das Praxismanagement, weitgehend reibungslos funktioniert. Werden ein unzureichendes Management und Digital-Tools kombiniert, ist der Nutzen nur gering, u. U. kommt er gar nicht zum Tragen.

Die Praxisführung ist weit entfernt vom Best Practice-Status

Eine Zahl charakterisiert die Situation: in deutschen Arztpraxen werden gegenwärtig – über alle Fachgruppen und Praxisformen bzw. –größen betrachtet – durchschnittlich nur 53% der für ein Best Practice-ausgerichtetes Praxismanagement notwendigen Regelungen, Verhaltensweisen und Instrumente eingesetzt. Erfolgt die Transformation auf dieser Grundlage, werden zukünftig z. B.

  • Medizinische Fachangestellte nicht nach Papierunterlagen, sondern nach Dateien suchen,
  • sich die Wartezeiten, über die „analogen Patienten“ heute klagen, durch digitale Praxisbesucher – und auch für diese Gruppe selbst – verlängern,
  • viele Praxisteams, die aufgrund einer zu geringen Personalbesetzung schon heute am Limit arbeiten – durch das stark ansteigende Datenvolumen und die Notwendigkeit von Strukturierung und Verwaltung, noch mehr überfordert.

Für die Praxisinhaber ändert sich hierdurch nichts an ihrer verfügbaren Patienten-Kontaktzeit.

Fazit

Vor diesem Hintergrund sind zur Zeit erst knapp 20% der deutschen Haus- und Fachärzte, die sog. Best Practitioner, in der Lage, den Effizienz-Mechanismus der Digitalisierung zu nutzen.

Mit 30 Minuten Arbeitszeit einen ersten Schritt in Richtung Digitalisierung

Gelingt es jedoch, diesen Zustand zu verändern, kann die Digitalisierung für jeden Praxisbetrieb ihren Nutzen entfalten. Der erste Schritt in diese Richtung erfordert gerade einmal 30 Minuten ärztlicher Arbeitszeit:


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©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

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