Digitalisierung der Arztpraxis: Die Fear-of-Excellence-Barriere

Worum es geht

Niedergelassene Ärzte scheuen selbst notwendige Veränderungen ihres Praxismanagements aus Angst vor den für sie unkalkulierbaren Folgen. Das hat auch Folgen für die Transformation.

Veränderungen schaffen Unsicherheit

Berater kennen das Problem aus allen Branchen: sie haben das Management eines Unternehmens untersucht und Ansätze gefunden, auftragsgemäß den Wandel von Ressourcen-belastenden Arbeitsbedingungen zu produktiver Funktionalität einzuleiten. Doch nach der Präsentation von Handlungsbedarf und notwendigen Veränderungsmaßnahmen herrschen firmenseitig zunächst oft Skepsis und Zurückhaltung. Der Hauptgrund ist die Angst vor dem Unbestimmten und Unkalkulierbaren: was geschieht, wenn etablierte Routinen verlassen werden?

Ärzte vermeiden Veränderungen

Nicht anders ist die Situation bei niedergelassenen Ärzten, mit einem Unterschied: die meisten beschäftigen sich erst gar nicht damit. Weniger als zwanzig Prozent der Ärzte hat schon einmal die „Gesundheit“ ihres Praxismanagements untersucht oder untersuchen lassen. Als Konsequenz bestimmen in vielen Praxisbetrieben Stress, Demotivation, täglicher Ärger und unzufriedene Patienten der Alltag, vom Verzicht auf ein besseres finanzielles Praxis-Ergebnis ganz abgesehen.

Die Gefahr der Bewegungslosigkeit

Befragungen von Praxisinhabern zeigen exakt das eingangs beschriebene Denken: der Grund für die Zurückhaltung findet sich in der Abwägung zwischen einer Einschätzung der möglichen positiven Effekten von Veränderungen und dem Vertrauen auf Bekanntes. Mit der Rechtfertigung, dass andere Praxen durch die gleichen Probleme geprägt sind, fällt die Wahl meist auf den „erduldenden Stillstand“. Doch diese Einstellung birgt perspektivisch ein immenses Gefahren-Potenzial in sich, denn ein gut funktionierendes Praxismanagement wird immer mehr zu einem entscheidendes Wettbewerbsfaktor, da die Patienten neben professioneller Medizin auch einen ebenso professionellen Praxisbetrieb erwarten. Bereits heute führen Praxisbesucher überlange Wartezeiten oder schlecht funktionierende Abläufe auf eine Unfähigkeit und / oder Gleichgültigkeit der Praxisteams zurück.

Festhalten an Bestehendem blockiert die Transformation

Ebenso ist eine sinnvolle Integration digitaler Lösungen für Arztpraxen ohne ein sehr gut funktionierendes Praxismanagement gar nicht denkbar. Bereits einfache Digital-Ansätze wie die Online-Terminvereinbarung ermöglichen es Praxis-Teams ohne funktionierende Prozesse nicht, die mit ihnen verbundenen internen und externen Vorteile zu nutzen.

Optimierung ohne Belastungen

Praxisinhaber, die sich in Anbetracht ihrer gegenwärtigen Arbeitsbelastung und der perspektivisch zu erwartenden Verschärfung doch entschließen, ihr Praxismanagement zu optimieren, benötigen hierfür nicht mehr als dreißig Minuten Arbeitszeit, ein Vor-Ort-Berater wird nicht benötigt. Ergänzt um eine Mitarbeiter- und Patientenbefragung lässt sich dann mit Hilfe eines Expertensystems die Leistungsfähigkeit des eigenen Praxismanagements in einem Best Practice- und Fachgruppen-Vergleich bestimmen, Interaktionen und Wirkungsbeziehungen der Praxisführungs-Aktionsbereiche analysieren sowie Risikofaktoren und bislang inaktive Reserven identifizieren. Das Resultat der daraus erstellten Praxis-Expertise sind durchschnittlich knapp vierzig Optimierungs-Vorschläge, die zum größten Teil in Eigenregie umsetzbar sind und die Funktionalität und die Produktivität des Tagesgeschäfts verbessern bzw. erhöhen, für spürbare Arbeitserleichterung sorgen, die Patientenzufriedenheit nachhaltig verbessern und die notwendigen Voraussetzungen für digitale Erweiterungen geschaffen. Werden die Optimierungs-Optionen schrittweise umgesetzt, sind Veränderungsaufwand und -folgen überschaubar, so dass der Entwicklung zu einer Praxismanagement-Excellence-Betrieb nichts im Weg steht.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

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