Praxismanagement: Diese Frage sollte sich jede Ärztin und jeder Arzt stellen

Worum es geht

Der Arbeitsalltag von Ärztinnen und Ärzten ist durch eine Vielzahl von Routinen geprägt, die selbst gewählt wurden, um das Arbeits-Pensum zu bewältigen und / oder sich durch das Praxisgeschehen entwickelt haben. Die große Gefahr dieser Routinen besteht darin, dass

  • der so definierte und etablierte Arbeitsrahmen als gegeben und weitgehend unveränderbar angesehen wird und dass
  • die mit der Arbeit verbundenen persönlichen Ziele von PraxisinhaberInnen vollkommen aus dem Fokus geraten.

Wunsch und Wirklichkeit klären

Deshalb ist es wichtig, in einem ruhigen Augenblick einmal innezuhalten und sich die Frage zu stellen, wie eigentlich der ideale persönliche Arbeitstag aussähe. Die Antwort sollte dabei vollkommen losgelöst von den aktuellen Arbeitsbedingungen erfolgen, aber möglichst detailliert nach Tätigkeiten, Patientengruppen, Dauer etc. spezifiziert werden. Aus der sich daran anschließenden Kontrastierung von Wunsch und Wirklichkeit lässt sich dann

  • feststellen, wie weit Ziel und Realität voneinander entfernt sind und
  • ableiten, durch welche Veränderungen eine mögliche Lücke zwischen den beiden Situationen verkleinert werden kann.

Die Ziel-Realitäts-Lücke als Startpunkt für Veränderungen

Je weiter Wunsch und Realität auseinander liegen, desto größer ist die Demotivations-Wirkung der täglichen Arbeit und desto dringender sind Veränderungen. Ideal ist eine Ergänzung der eigenen Betrachtung durch einen Praxismanagement-Betriebsvergleich, der das bislang ungenutzte Verbesserungs-Potenzial der Praxisführung identifiziert, im Mittel ergeben sich vierzig Ansatzpunkte, auch in vermeintlich gut funktionierenden Betrieben.

Jährlich wiederholt gelingt es also mithilfe der Frage und des Betriebsvergleichs, die eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und das Praxismanagement kontinuierlich Best Practice-orientiert zu entwickeln.