Best Practices in Haus- und Facharztpraxen: Warum 80 Prozent nicht automatisch besser sind als 70 Prozent

Organisatorische Referenzwerte sind keine Rangliste

80 Prozent Best-Practice-Umsetzung sind mehr als 70 Prozent. Rechnerisch ist die Sache eindeutig. Für die Einordnung einer Praxisorganisation ist sie es nicht ganz. Wer einen organisatorischen Referenzwert erhält, könnte ihn intuitiv wie viele andere Kennzahlen lesen: je höher, desto besser. Eine Praxis mit 80 Prozent wäre danach organisatorisch besser aufgestellt als eine Praxis mit 70 Prozent. Und 90 Prozent wären wiederum besser als 80.

Der Organisations-Referenzvergleich (ORV) ist jedoch nicht als Rangliste angelegt. Sein Best-Practice-Umsetzungsgrad zeigt, wie vollständig eine Praxis die im Referenzstandard erfassten organisatorischen Merkmale umsetzt. Er liefert damit eine Positionsangabe gegenüber einer definierten Referenz. Aus dieser Positionsangabe allein entsteht noch kein umfassendes Urteil über die Organisation. Das ist ein wichtiger Unterschied.

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Haus- und Facharztpraxen: 72 Prozent Best Practice und trotzdem lohnt der Blick ins Detail

Warum derselbe Gesamtwert zwei sehr unterschiedliche Praxisorganisationen beschreiben kann

72 Prozent des Best-Practice-Referenzstandards.

Auf den ersten Blick ist das eine recht eindeutige Information. Die Praxis setzt knapp drei Viertel der organisatorischen Merkmale um, die im Referenzstandard erfasst sind. Dieser umfasst Verfahren, Instrumente und Verhaltensweisen, die sich auf empirischer Grundlage als wesentlich dafür erwiesen haben, dass ein Praxisbetrieb auch unter wechselnden Anforderungen und Belastungen verlässlich und möglichst reibungslos funktioniert.

72 Prozent beschreiben damit eine organisatorische Position gegenüber dieser Referenz. Aber wie sieht eine Praxis mit 72 Prozent eigentlich aus? Genau an dieser Stelle stößt ein Gesamtwert an seine Grenze. Denn zwei Praxen können denselben Best-Practice-Umsetzungsgrad erreichen und organisatorisch dennoch unterschiedlich aufgestellt sein.

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Haus- und Facharztpraxen: Warum „es läuft doch“ keine organisatorische Kennzahl ist

„Eigentlich läuft es bei uns.“ Für einen Praxisinhaber ist das eine durchaus fundierte Aussage. Er erlebt seine Praxis jeden Tag. Er sieht, ob die Sprechstunde funktioniert, ob Termine bewältigt werden, ob Befunde bearbeitet werden, ob das Team mit dem Patientenaufkommen zurechtkommt und ob die vielen kleinen organisatorischen Anforderungen eines normalen Praxistages erledigt werden.

Diese Erfahrung sollte man nicht gering schätzen. Im Gegenteil. Wer eine Praxis über Jahre oder Jahrzehnte führt, entwickelt ein sehr genaues Gespür dafür, ob der Betrieb trägt. Nur ist dieses Gespür keine Kennzahl. Und es beantwortet eine andere Frage als eine organisatorische Referenzinformation.

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Haus- und Facharztpraxen: Was bedeutet ein Best-Practice-Umsetzungsgrad von 57 Prozent?

Wie ein Referenzwert für die Praxisorganisation richtig eingeordnet wird

57 Prozent: eine solche Zahl wirkt zunächst eindeutig. Sie liegt etwas oberhalb der Hälfte, deutlich entfernt von 100 Prozent und verleitet deshalb fast automatisch zu einer Bewertung: Ist das gut? Ist das zu wenig? Besteht Handlungsbedarf?

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Haus- und Fachärzte: Der Fachgruppenvergleich in der Praxisorganisation

Was der Vergleich mit anderen Haus- und Facharztpraxen zusätzlich zeigt

Wer eine Arztpraxis führt, kennt die eigene Organisation sehr genau. Was Praxisinhaber dagegen kaum kennen können, ist die Organisation anderer Praxen. Über einzelne Gespräche mit Kollegen entstehen Eindrücke, gelegentlich werden Erfahrungen ausgetauscht. Ein systematischer Einblick bleibt jedoch selten. Schon deshalb ist es schwierig einzuschätzen, ob bestimmte organisatorische Regelungen in der eigenen Praxis eher üblich, überdurchschnittlich ausgeprägt oder in vergleichbaren Praxen deutlich weiter verbreitet sind.

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Rethinking: Der Best-Practice-Standard und die unternehmerische Eigenverantwortung von Haus- und Fachärzten

„Vom Regelwerk zum Wachstumssprung.“

Die Grundsicherung des Praxismanagements

Der Best-Practice-Standard des Praxismanagements beschreibt das Fundament einer professionell geführten Arztpraxis. Er umfasst alle Regelungen, Verhaltensweisen und Instrumente, die für einen reibungslosen Betrieb unerlässlich sind – und das auch unter sich wandelnden Anforderungen. In einer dynamischen Arbeitsumgebung wie der Medizin, die von regulatorischen Veränderungen, technologischen Innovationen und wachsenden Patientenbedürfnissen geprägt ist, bietet dieser validierte Standard eine verlässliche Orientierung. Nur diejenigen Ärzte, die diesen Standard verinnerlichen und weitgehend umsetzen, schaffen die Basis für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung und eine stabile wirtschaftliche Grundlage ihrer Praxis. Doch welche Rolle spielt dabei die unternehmerische Eigenverantwortung der Ärzte?

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Synergistik: Der Weg zur medizinischen Wertschöpfung für niedergelassene Ärzte

Worum es geht

Für Haus- und Fachärzte stellt die stetige Verbesserung der Praxisleistung in einem Handlungsumfeld mit dynamischer Entwicklung eine zentrale Herausforderung dar. Hier kommt das Konzept der Synergistik ins Spiel, welches einen strukturierten Ansatz zur Steigerung der medizinischen Wertschöpfung bietet.

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Praxismanagement-Benchmarking: Der Schlüssel zur Steigerung der medizinischen Wertschöpfung in Arztpraxen

Worum es geht

Das Praxismanagement-Benchmarking hat sich in den vergangenen Jahren als ein unverzichtbares strategisches Instrument für Arztpraxen etabliert. Die zentrale Zielsetzung des Benchmarkings ist die Steigerung der Leistungsfähigkeit und Effizienz von Arztpraxen. Dies geschieht durch den Vergleich mit dem Best-Practice-Standard, der als Orientierungshilfe für die Optimierung von Praxisprozessen dient. Auf diese Weise können Arztpraxen ihre medizinische Wertschöpfung signifikant erhöhen. Die Mechanismen, die diesem Prozess zugrunde liegen, sind vielschichtig und umfassen alle Bereiche des Praxismanagements.

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Praxismanagement: Wie wäre es mit einer BeGA?

Worum es geht

Die ambulante Medizin leidet unter einer Praxismanagement-Insuffizienz, denn die für eine auch unter wechselnden Anforderungen reibungslos funktionierende Arbeit notwendigen Regelungen, Instrumente und Verhaltensweisen, der Best Practice-Standard, werden zu fast 50% nicht eingesetzt. Das führt zu den täglich für Patienten, aber auch für Ärzte und MFA spürbaren Problemen. Eine Betriebswirtschaftliche Gesundheitsanwendung (BeGA) in Form eines Praxismanagement-Benchmarkings hilft, den Gesundheitszustand wiederherzustellen.

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