Healthcare Statistics ToGo: Krankenhausärzte überschätzen die Qualität ihrer Patientenkommunikation

Worum es geht

Eine optimierte Arzt-Patienten-Kommunikation im Krankenhaus fördert nicht nur das Verständnis der Patienten für ihre medizinische Situation, sondern beeinflusst auch maßgeblich – sowohl akut als auch perspektivisch – die Motivation zu einer heilungsunterstützenden Kooperation. Darüber hinaus sind die Arztkontakte ein zentrales Krankenhaus-Marketinginstrument.


Deutliche ärztliche Selbstüberschätzung


Vergleicht man den auf der Basis von Patientenbefragungen Patient Communication Quality Score (PCQS, das Verhältnis aus der Zufriedenheit mit der Arztkommunikation in Relation zu den Anforderungen) mit der vor den Befragungen abgegebenen Selbsteinschätzung der Ärzte zu ihrem Informations- und Aufklärungsverhalten, ergibt sich eine Bilanz von 47,6% (Patienten) zu 78,3% (Ärzte), das Optimum liegt bei 100%.

Drei zentrale Defizite

Hauptkritikpunkte der Patienten sind eilige Kurzkontakte, eine monologisierende Gesprächsführung ohne größere Rückfrage-Möglichkeiten sowie die Verwendung unverständlicher und unerklärter Fachbegriffe.

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)