Haus- und Fachärzte: Wie digitalbereit ist meine Praxis?

Worum es geht

Eine zielgerichtete und vor allem nutzenbringende Digitalisierung von Arztpraxen benötigt als Grundlage ein funktionsfähiges Praxismanagement. Mit Hilfe eines einfachen Verfahrens lässt sich erstmals bestimmen, wie prädisponiert die Arbeit in Arztpraxen für Digital-Lösungen ist und welche Optimierungen notwendig sind.

Der Erfolg der digitalen Transformation ist auch eine Frage der Praxismanagement-Qualität

Wenn über den Einsatz von Digital-Lösungen in Arztpraxen gesprochen wird, dominieren technische Aspekte und die Beschreibungen der vielfältigen Vorteile. Kaum Beachtung finden hierbei jedoch die Anwendungs-Voraussetzungen in den Praxisbetrieben, d. h. das gegenwärtig praktizierte Praxismanagement. Funktioniert die Praxisführung nicht oder nur unzureichend, lassen sich Digital-Applikationen, egal welcher Art, nur schwer etablieren bzw. erreichen nicht ihren vollen Wirkungsgrad. Das Verfahren zur Überprüfung der Eignung des Praxismanagements  ist ein einfacher Vergleich mit dem Best Practice-Standard der Praxisführung, der es Praxisteams ermöglicht, einfach und unaufwendig den Status ihrer digitalen Praxismanagement-Prädisposition zu bestimmen und zu identifizieren, was sie ggf. verändern müssen, um in eine optimale Einsatz-Ausgangssituation für digitale Angebote zu gelangen.

Die Eignungs-Typologie

Mit Hilfe des Best Practice-Standards lassen sich Arztpraxen wie folgt klassifizieren:

  •  Liegt der Wert über 80%, ist eine Praxis „digital-bereit“, es liegen optimale Bedingungen für die Einbindung und Anwendung vor (Digital-Erfolgspraxis).
  • Ein Score zwischen 60% und 80% beschreibt einen „digital-vorbereiteten“ Zustand, in Praxen dieses Typs müssen nur wenige Aspekte des Praxismanagements korrigiert werden, um digital-bereit zu sein (Digital-Entwicklungspraxis).
  • Zwischen 40% und 60% befinden sich die „digital-ambivalenten“ Praxisbetriebe (Digital-Aufbaupraxen), sie sind durch gravierendere Probleme in der Praxisführung geprägt, die teilweise zunächst korrigiert werden müssen, um digitale Lösungen in ihrem vollen Umfang nutzen zu können. Werden umfassende problembeseitigende Aktivitäten tatsächlich eingeleitet, steht der Anwendung aber kein Hindernis mehr im Weg.
  • Bei Werten unter 40% ist eine Arztpraxis gegenwärtig „digital-ungeeignet“ (Analoge Arztpraxen).

©Klaus-Dieter Thill / IFABS

Diesen Beitrag zitieren:

Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

Bildnachweis:

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Ist meine Praxis digital-bereit?

Diese Frage klärt der Valetudo Check-up© „Praxismanagement“ für Haus- und Fachärzte mit Best Practice- und Fachgruppen-Benchmarking und ermittelt zudem – ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters – durchschnittlich knapp 38 Verbesserungsmöglichkeiten für die Praxisarbeit.