Arztgesundheit: Der Best Practice-Standard als Anti-Burn-out-Strategie in Haus- und Facharztpraxen

Worum es geht

Ein Thema des diesjährigen Deutschen Ärztetages wird die Arztgesundheit sein. Sie ist eine zentrale Grundlage, um Patienten eine dauerhaft hohe Versorgungsqualität bieten zu können. Die Themenwahl erfolgt vor dem Hintergrund, dass immer mehr Ärzte über eine wachsende Arbeitsbelastung klagen und auch die Veränderungen des ärztlichen Handlungsrahmens eher zu einer Zu- statt zu einer Abnahme des Arbeitsvolumens führen werden. Ein Grund für die Klage ist jedoch auch häufig ein falsch aufgestelltes Praxismanagement.

Eine typische Situation

Viele Haus- und Fachärzte kennen derartige Situationen: schon der morgendliche Aufbruch zur Praxis ist eine Überwindung, der Gedanke an die anliegende Arbeit, einschließlich des Stapels unerledigter Korrespondenz, verursacht Bedrückung und auch das Gehaltsgespräch, um das die Erstkraft gebeten hat, liegt schwer im Magen.

Ärzte sehen sich täglich einer Vielzahl negativer Einflüsse ausgeliefert: Patientenschicksale, organisatorische und personelle Probleme des Praxisalltags, unternehmerische Sorgen und die Unsicherheit des gesundheitspolitischen Bedingungsrahmens führen bei ihnen zu einer düsteren Grundstimmung und Demotivation. „Stress“, auch Burn-out und ein Gefühl, „am Limit“ zu arbeiten, gehört für die Hälfte der deutschen Ärzte zu ihrem Arbeitsalltag. Damit befinden sie sich in einer Negativspirale, die – wird sie nicht unterbrochen – fortgesetzt negative Auswirkungen auf das gesamte berufliche und private Umfeld hat.

Weniger Stress durch Orientierung am Best Practice-Standard

Als Gründe für diese Situation werden Aspekte wie Arbeitsverdichtung, zunehmende Administration und steigende Patientenanforderungen genannt. Untersucht man strukturell vergleichbare Praxisbetriebe (Fachrichtung, Größe, Lage etc.), zeigt sich jedoch, dass es einige Betriebe gibt, in denen sich diese Aspekte gar nicht oder nur gering auswirken. Ihr Kennzeichen ist – im Gegensatz zu den übrigen Praxen – eine über 80% liegende Umsetzung des Best Practice-Standards. Dieser Key Performance Indikator definiert die für einen reibungslos funktionierenden Praxisbetrieb notwendigen Regelungen, Instrumente und Maßnahmen einschließlich des persönlichen Zeit- und Selbstmanagements. Insgesamt sind die Klagen über hohen Arbeitsdruck und sinkende Arbeitsmotivation umso niedriger ausgeprägter, je umfassender der Standard umgesetzt ist.

Präventiv und kurativ wirksam

Praxisinhaber mit einem stringenten, auf die Arbeitsanforderungen ausgerichteten Selbst- und Praxismanagement sind weitgehend von den eingangs geschilderten Negativeinflüssen abgekoppelt und besitzen eine ausgeprägte Selbstmotivation. Ebenso können Ärzte, die sich bereits in einem Motivations-Tief befinden, durch eine Best Practice-orientierte Veränderung ihres Selbst- und Praxismanagements ihre Arbeitsmotivation wieder zurückerlangen.

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©Klaus-Dieter Thill / IFABS

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Thill, Klaus-Dieter: (Titel), IFABS: BENCHMARK!, (Publikations-Datum des Beitrags)

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