Best Practices der unternehmerischen Praxisführung: Der Arzt ist die Positionierung

Worum es geht

Was unterscheidet unternehmerisch ausgerichtete Haus- und Fachärzte von ihren Kolleginnen und Kollegen? Es sind nicht die Größe der Praxen oder intensives Marketing, sondern es kommt auf die konsequente Anwendung professioneller Management-Methoden, -Instrumente und -Erkenntnisse an. Ein wichtiger Tatbestand, auf den diese Praxisinhaberinnen und -inhaber bei ihrer Arbeit setzen, ist die Erkenntnis, dass eine solide Praxis-Positionierung vor allem auf der Art des zwischenmenschlichen Kontaktes beruht.

Warum ist eine Praxis erfolgreicher als eine andere?

Gute Organisation, ein breites Leistungsspektrum, das vielleicht auch Naturheilmethoden umfasst oder architektonisch ansprechende Praxisräume: eine Vielzahl von Faktoren ist dazu angetan, Patienten zu gewinnen und zu binden. Die Inhaberinnen und Inhaber von High Performance-Praxen (HPP) wissen jedoch, dass es auf einen Aspekt ganz besonders ankommt: die Art, wie Praxisbesucher vor, währenden nach ihrem Praxiskontakt zwischenmenschlich behandelt werden.

Die Persönlichkeit des Praxisinhabers positioniert

Hierbei spielen die Medizinischen Fachangestellten eine wichtige Rolle, besondere Bedeutung kommt aber der Persönlichkeit des Arztes zu:

  • Ist er ein guter Zuhörer?
  • Erklärt er verständlich und ausführlich?
  • Zeigt er Empathie?
  • Ist er offen für Vorschläge der Patienten?
  • Kommuniziert er im Dialog und auf Augenhöhe
  • Nimmt er Bedenken und Ängste ernst?
  • Widmet er dem einzelnen Patientenproblem genügend Zeit?
  • etc.

HPP sind auf den Patienten fokussiert

Für die meisten Haus- und Fachärzte erscheint die Umsetzung der genannten Punkte angesichts ihres Arbeitsalltages als Wunschvorstellung, doch mit Hilfe unternehmerischer Praxisführungs-Prinzipien ist eine Realisierung – wie die HPP zeigen – durchaus möglich.

Patienten nutzen zwar immer intensiver unpersönliche Digital-Tools, doch wenn es um die konkrete Behandlung ihrer medizinischen Probleme geht, steht für sie ein persönlicher Kontakt an erster Stelle.

Wie er empfunden wird, prägt das Image einer Praxis und positioniert sie entscheidend. Die Inhaber von HPP haben sich diesen Sachverhalt bewusst vergegenwärtig und nutzen ihn stringent bei ihrer Patientenversorgung. So verwundert es auch nicht, dass der Patient Care Quality Score (PCQS), der aus dem Verhältnis von Patientenzufriedenheit und -anforderungen gebildete Key Performance Indikator, für die verschiedenen Dimensionen des Arztkontaktes in HPP über 80% liegt (Maximum: 100%), in der deutschen Durchschnittspraxis jedoch nur bei knapp 60%.

Die High-Performance-Entwicklung im Test

Haus- und Fachärzte, die interessiert sind, nicht nur den PCQS ihrer Betriebe, sondern den generellen Stand der Entwicklung zu High-Performance-Arztpraxen zu bestimmen und u. U. noch notwendige Veränderungs-Schritte identifizieren möchten, können dies mit dem Valetudo Check-up© „Praxismanagement“ tun, einer ohne die Notwendigkeit eines Vor-Ort-Beraters umsetzbare Benchmarking-Analyse.