DIGA-Verordnung: BfArM-Hilfe für das Arzt-Patienten-Gespräch

Worum es geht

Ab der zweiten September-Hälfte steht das Verzeichnis mit den ersten verordnungsfähigen DIGA des Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den Akteuren im Gesundheitswesen zur Verfügung. Die Inhalte können Haus- und Fachärzte für die Auswahl von Gesundheitsanwendungen und für die Patientenkommunikation verwenden. Aber es werden auch eigene Erfahrungen benötigt.

DIGA-Produktprofile im Überblick

Wie in der Online-Ausgabe des Ärzteblatts vom 31.07.2020 aufgeführt wird der mit Such- und Filterfunktionen ausgestattete Katalog zur jeder DIGA folgende Informationen enthalten:

  • die Basisinformationen wie Produktnamen etc.
  • Angaben zur Zweckbestimmung und zur Funktion,
  • eine Übersicht der BfArM-Bewertungsergebnisse
  • einen „Steckbrief“ mit den wichtigsten Infor­mationen zu jeder DiGA als Zusammenfassung.

Mit Hilfe dieser Angaben wird es Ärzten, die DIGA verordnen möchten, möglich, sich einen Überblick zu den verfügbaren Gesundheitsanwendungen zu verschaffen und ihre Patienten mittels der Profile, z. B. als Handout, zu informieren. Hinzu kommen die Informationen, die die Anbieter zur Verfügung stellen.

Grundsätzlich ist es jedoch unerlässlich, dass jeder DIGA-Verordner sich im Vorfeld möglicher Verschreibungen selbst einen Überblick der Funktionen und Möglichkeiten aller in Frage kommenden Alternativen verschafft.

Warum die Patientenzufriedenheit auch bei DIGA zählt

Praxisinhaber, die planen

  • ihren Patienten Gesundheitsanwendungen zu verordnen oder
  • den Einsatz zunächst einmal zu testen oder
  • verschiedene DIGA zu einer Indikation in ihrer Patienten-Akzeptanz zu vergleichen,

benötigen gerade zu Beginn eines solchen Vorhabens, vollkommen unabhängig von Wirkungs-Studien, die Information, wie zufrieden die Patienten mit den Anwendungen überhaupt sind, denn viele Aspekte, die einen Mediziner an einer Digital-Lösung ansprechen oder im Marketing des Herstellers herausgestellt werden, können Laien-Anwender ganz anders bewerten.

Unzufriedenheit und die Folgen

Die Verschreibung einer DIGA, mit der Patienten unzufrieden sind, verhindert nicht nur ihren Einsatz und unterbindet die erwarteten Effekte, sondern strahlt auch negativ auf das Praxis-Image ab, denn der Arzt ist der Empfehler. Im entgegengesetzten Fall können Praxisinhaber auf eine hohe Akzeptanz und Nutzung der jeweiligen DIGA vertrauen, die ihre medizinischen Ziele und die Patientenbindung positiv unterstützen.

Kostenloser Support für Haus- und Fachärzte

Vor diesem Hintergrund bietet das Institut für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS) Praxisinhabern mit dem DIGA-Assessment© ab Anfang September die kostenlose Möglichkeit, einen solchen PatientenzufriedenheitsCheck für Gesundheitsanwendungen durchzuführen, pro Praxis können bis zu100 Patienten befragt werden. In die Untersuchung können auch Anwendungen einbezogen werden, die nicht verordnungsfähig sind, aber Patienten empfohlen werden.

Die Assessment-Expertise umfasst nicht nur ein Stärken-Schwächen-Profil der jeweils untersuchten Anwendung, sondern weist auch den sog. DIGA Acceptance-Score (DAS), der sich aus der Relation von Anforderungen und Zufriedenheit ergibt aus.

Kontakt

Interessierte Haus- und Fachärzte können sich mit Angabe ihrer Praxisadresse per Mail für das kostenlose DIGA-Assessment anmelden.