Ambulante Medizin: Praxismanagement-Betriebsvergleiche zeigen ungenutzte Verbesserungsmöglichkeiten bei der strategischen Ausrichtung

Worum es geht

Die Frage, ob in ihren Betrieben eine Praxisstrategie existiert, die für die nächsten zwei Jahre beschreibt, auf welchen Wegen und mit welchen Mitteln die Praxisziele erreicht werden sollen, beantworten in Praxismanagement-Betriebsvergleichen lediglich 20% der Haus- und Fachärzte positiv.

Warum eine Strategie so wichtig ist

Mit Hilfe der qualitativ ausgerichteten Praxis-Strategie skizzieren Praxisinhaber die Wege und Mittel, mit deren Hilfe sie ihre Praxisziele erreichen möchten. Sie umfasst

  • die Festlegung der Positionierung einer Praxis, d.h. der Identität, mit der sie ​sich in den Augen der Patienten und ggf. zuweisender Ärzte von anderen Betrieben unterscheiden soll,
  • die Entscheidung über die Zielgruppe(n), die man ansprechen und erreichen will ​sowie
  • die Angaben über den Einsatzrahmen der hierfür benötigten Vorkehrungen, Regelungen, ​Maßnahmen und Instrumente.

Existieren diese Rahmendaten nicht, wird die Praxisarbeit durch das Handlungs-Umfeld gesteuert statt dass der Inhaber selbst aktiv den Kurs bestimmt.

Die Folgen sind Aktionismus, Desorientierung und Ressourcen-Verschwendung, der Betrieb arbeitet unter seinen Möglichkeiten der Patientenversorgung, aber über seiner Leistungs-Kapazität.

Die falsche Strategie

Aber auch die Existenz einer Strategie sichert noch lange keinen Erfolg, wenn sie falsch gewählt ist. So entscheiden sich viele Praxisinhaber, die sich strategisch ausrichten, für eine Kostensenkungs-Strategie. Das bedeutet, dass ein Betrieb vergleichbare Leistungen zu anderen Praxen erbringt, allerdings mit einem höheren Deckungsbeitrag, da die Kosten geringer ausfallen, z. B. aufgrund niedriger Mietkosten, der Teilnahme an Gerätegemeinschaften o.ä.

In der konkreten Umsetzung charakterisieren diese Strategie-Variante aber meist

  • eine wenig differenzierende Positionierung,
  • ein unspezifisches Zielgruppenmanagement und
  • ein über-konsequentes Einsparverhalten, das auch das Personal betrifft.

Grundsätzlich ist ein ökonomisch orientiertes Verhalten nicht zu kritisieren, im Gegenteil. Die meisten Anwender übersehen jedoch, dass bei einer zu rigiden Umsetzung dieser Strategie das Praxisangebot immer weniger wettbewerbsfähig und für Patienten unattraktiv wird. Praxis-Teams, die mit dieser Strategie arbeiten,

  • sind meist durch abgehetzt oder gestresst wirkende Mitarbeiter gekennzeichnet,
  • werden von den Patienten als eher „ungemütlich“ charakterisiert und
  • weisen extrem lange Wartezeiten auf, da zu wenig oder unqualifiziertes Personal zu viele Patienten versorgt.

Insgesamt gelingt es zwar auf kurze Sicht, das finanzielle Praxisergebnis zu optimieren, mittel- und langfristig leidet jedoch die Qualität und damit dann in Konsequenz auch der ökonomische Erfolg.

Briefing Paper mit detaillierten Informationen

Haus- und Fachärzte, die den Status der strategischen Ausrichtung ihrer Praxis überprüfen möchten, steht hierfür der Praxismanagement-Betriebsvergleich© zur Verfügung. Seine Funktionsweise und Inhalte sind in einem ausführliche Briefing Paper beschrieben: