Digitalisierung: Können Haus- und Fachärzte sich eine Distanzierung eigentlich leisten?

Worum es geht

Gruppendiskussionen und Tiefen-Interviews mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten zeigen, dass viele der Überzeugung sind, keine Digital-Tools zu benötigen, um ihre Patienten sorgfältig und erfolgreich zu behandeln. Sie übersehen dabei jedoch die wirkliche Dimension des Themas.

Die Entwicklung ist unaufhaltsam

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist kein Mode-Trend und vorübergehende Erscheinung, sondern ein manifestierter Entwicklungs-Prozess, der an Intensität noch deutlich zunehmen wird. Eine aktuelle Studie des englischen Marktforschungsinstitutes-Instituts Juniper Research prognostiziert beispielsweise, dass die Anzahl der Nutzer digitaler Therapeutika und Wellness-Apps bis zum Jahr 2025 weltweit auf 1,4 Milliarden ansteigen wird.

Erste Ansätze zeigen Erfolge

Bislang existieren in Deutschland auf der Seite der ambulanten Leistungserbringer nur wenige volldigitalisierte Referenz-Praxen, doch auch das wird sich schnell ändern, da die Vorteile, die die Inhaber dieser Betriebe bei Versorgung, Administration und Ökonomie hiermit bereits heute erzielen, schnell Nachahmer überzeugen werden, denn ihre Erfahrungen zeigen: die Digitalisierung schafft substanziell mehr Zeit für die Patienten-Betreuung und reduziert gleichzeitig die Administration spürbar.

Ein neues Szenario entsteht

Das führt dazu, dass Ärzte, die der Transformation skeptisch bis ablehnend gegenüberstehen, sich dennoch mit ihr arrangieren müssen.

Natürlich wird auch bei einer ausschließlichen Anwendung der gesetzlichen Digitalisierungs-Vorschriften gute Medizin möglich sein, allerdings muss beachtet werden, dass Ärzte hierbei auf viele Vorteile verzichten und teilweise sogar Nachteile zu akzeptieren haben.

Beispielsweise wird eine nicht digitalisierte Praxis in fünf Jahren kaum noch einen Wert haben, da potenzielle Interessenten für eine Kooperation oder Übernahmen nicht bereit sind, eine professionelle Praxis-Digitalisierung nachzuholen. Überdies lässt sich aus dem heutigen Patientenverhalten bereits ableiten, dass digital unterstützte medizinische Versorgung und Organisation bereits sich bereits in kurzer Zeit zu einem entscheidenden Qualitäts-Signal von Praxisbetrieben für neue Patienten entwickeln werden.

Ärztinnen und Ärzte müssen unternehmerisch handeln

Was dieser Handlungsrahmen konkret für seinen Betrieb bedeutet, muss jede Ärztin und Heder Arzt für sich selbst prüfen und eine passende Strategie entwerfen, denn die Digitalisierung einer Arztpraxis ist – anders als z. B. bei der Einführung des Qualitätsmanagements – eine individuelle Entscheidung. Welche Konzepte hierbei erfolgreich sein werden, hängt vor allem davon ab, bis zu welchem Grad PraxisinhaberInnen bereit sind, ihre etablierten Komfortzonen zu verlassen.

Transparenz als erster Schritt

Um überhaupt eine Digital-Strategie entwickeln zu können, benötigen PraxisinhaberInnen als Erstes eine Status-Analyse ihrer Praxisführung. Das hierfür am besten geeignete Instrument ist der Valetudo Check-up© „Praxismanagement“. Seine Leistungs-Merkmale:

  • ohne Vor-Ort-Berater jederzeit kostengünstig durchführbar.
  • geringer Arbeitsaufwand: 30 Minuten ärztlicher Arbeitszeit, 20 Minuten je MFA und 2 Minuten je Patient (bis zu 100 können befragt werden).
  • 7 Analysen in einem Paket: Best Practice-Benchmarking, Fachgruppen-Betriebsvergleich, Mitarbeiter- und Patientenbefragung, SWOT-, Portfolio- und Optimierung-Analyse.
  • objektive und repräsentative 360-Grad-Bewertung der Praxisarbeit auf der Basis von Praxismanagement-Beschreibungen aus mehr als 15.000 Praxisbetrieben.

Das Ergebnis ist eine umfassende, leicht verständliche Expertise, die nicht nur den Status der Praxisführung detailliert beleuchtet, sondern auch durchschnittlich 40 konkrete und sofort umsetzbaren Verbesserungsvorschläge für eine Optimierung der täglichen Arbeit und damit für die Gewinnung von Arbeitsqualität sowie Entscheidungs- und Handlungsfreiheit liefert.