Digitalisierung im ambulanten Bereich: Die drei zentralen Barrieren

Worum es geht

Die Transformation der Arbeit in Haus- und Facharztpraxen kommt nur schleppend voran. Die ärztlichen Vertretungen und Interessenverbände führen als Gründe hauptsächlich unausgereifte Technik, unbefriedigende Kostenerstattung und ungelöste Datenschutz-Probleme an. Doch diese Aspekte sind nicht ursächlich.

Grund 1: Der Denkfehler

Niedergelassene Ärzte setzen die Telematikinfrastruktur (TI) mit der Digitalisierung gleich. Doch diese “Pflichtübung” ist nur ein Mikro-Baustein der in Arztpraxen nutzbaren Transformations-Möglichkeiten, begonnen bei der Spracherkennung bis zu Künstlicher Intelligenz (KI).

Art und Umfang der Digitalisierung, über die TI hinaus, ist primär eine individuelle und persönlichen unternehmerisch-strategische Entscheidung des einzelnen Arztes im Hinblick auf die Entwicklung seines Praxisbetriebes..

Grund 2: Fehlleitende Mindsets

Die KI soll den Arzt ersetzen, Patienten wollen keine Digitalisierung, der Arzt-Patienten-Kontakt ist gefährdet: die ärztlichen Diskussion zum Thema ist durch eine Vielzahl sachlich falscher Dogmen geprägt. Hinzu kommen die warnenden Hinweise der Standesorganisationen und leider auch überzogene Claims der Anbieter von Digital-Lösungen.

Für die an Standards gewöhnten Haus- und Fachärzte resultiert hieraus Irritation und in der Folge Zurückhaltung, Inaktivität und Ablehnung.

Grund 3: Unzureichendes Management

Niedergelassene Ärzte setzen im Mittel knapp 50% des Best Practice-Standards der Praxisführung nicht ein. Er umfasst alle Instrumente, Regelungen und Verhaltensweisen, die eine auch unter wechselnden Belastungen reibungslos funktionierende Arbeit gewährleisten. Das führt zu den bekannten Phänomenen wie Zeitmangel, Arbeitsüberlastung, Stress oder Demotivation, die entgegen allen Behauptungen nicht vorwiegend durch die Bürokratisierung verursacht werden.

Diese als Praxismanagement-Insuffizienz bezeichnete System-Krankheit verhindert, dass Praxisinhaber sich mit digitalen Veränderungs-Möglichkeiten ihrer Arbeit überhaupt beschäftigen können und wollen.

Aus diesem Grund führen auch Early-Adopter-Ärzte, die gegenwärtig 20% der Ärzteschaft ausmachen, regelmäßig Praxisanalysen durch, um die Gesamtfunktionalität ihrer Betriebe auf Effizienz, Effektivität und Produktivität hin zu optimieren. Eine Möglichkeit hierzu ist der Praxismanagement-Betriebsvergleich©

Alle Informationen zum Praxismanagement-Betriebsvergleich© im Überblick…