53 % reichen nicht. Warum Du in Deiner eigenen Praxis versagst.

Du denkst, es läuft? Denk nochmal.

Du bist Arzt. Du hast eine eigene Praxis. Du versorgst Patienten, rettest Gesundheit, bist chronisch ausgelastet und fühlst Dich eigentlich… okay? Dann kommt jetzt ein harter Schnitt:
Mit 53 % erreichst Du nicht einmal das Mittelmaß.


Das ist kein rhetorischer Hieb, sondern eine empirische Diagnose. Im Durchschnitt werden in deutschen Arztpraxen – unabhängig von Fachrichtung, Praxisgröße oder Standort – nur 53 % des Best-Practice-Standards im Praxismanagement umgesetzt. Fünf. Drei. Prozent.

Und nein, das liegt nicht an äußeren Umständen, der KV, dem Fachkräftemangel oder „den Patienten von heute“. Es liegt an Dir. An Deinem Denken. Oder genauer: an Deinem Nicht-Denken.

Diagnose: Denkverweigerung

Diese 53 % sind nicht bloß eine Zahl. Sie sind ein Spiegel. Und Du stehst davor – mit gesenktem Blick.
Denn was Du nicht managst, das managt Dich.
Was Du nicht planst, das passiert Dir.
Was Du nicht analysierst, wird zur Gewohnheit.
Was Du nicht hinterfragst, bleibt unentdeckt – und kostet Dich Geld, Energie, Personal, Qualität und Zukunft.

Die bittere Wahrheit ist: Du hast Dich mit einem Betriebssystem arrangiert, das schon lange nicht mehr kompatibel ist mit den Anforderungen von heute. Deine Praxis ist ein Flickenteppich aus Gewohnheit, Improvisation und „haben wir schon immer so gemacht“. Aber Medizin ist kein Museum. Und Praxisführung kein Zufallsprodukt.

Das Management-Paradoxon

Du behandelst Patienten nach Leitlinien – aber ignorierst die Leitlinie für Deinen eigenen Erfolg.
Du setzt auf Diagnostik – aber verweigerst die Analyse Deiner Abläufe.
Du kämpfst gegen Multimorbidität – aber Deine Praxis leidet unter Multidysfunktion.

Willkommen im Management-Paradoxon der Medizin.
Du erwartest von anderen, was Du Dir selbst nicht zugestehst: Professionalität. Planung. Struktur. Reflexion. Innovation.

Du bist schnell im Denken, aber langsam im Entscheiden.
Du bist engagiert im Sprechzimmer, aber abwesend in der Führung.
Du suchst Lösungen bei anderen, aber die Ursache liegt in Dir.

Rethink it. Or lose it.

Hier kommt die R2A-Formel des Rethinkismus ins Spiel: Reflect – Analyze – Advance.
Nicht als abstraktes Modell. Sondern als Notfallplan für Deine Praxiszukunft.

Reflect: Schau radikal ehrlich auf Deine eigenen blinden Flecken.
Was willst Du nicht sehen? Welche Routinen schützt Du? Welche Ausreden pflegst Du?

Analyze: Nutze Daten, nicht Dein Bauchgefühl.
Wo geht Geld verloren? Wo entsteht Frust? Wo verpufft Energie? Wo stirbt Motivation?

Advance: Entwickle Strategien, die Dich wieder in Führung bringen – nicht nur medizinisch, sondern auch organisatorisch, menschlich, unternehmerisch.
Du musst kein Unternehmer sein, um unternehmerisch zu handeln. Aber Du musst aufhören, Dich hinter Deinem weißen Kittel zu verstecken.

Die stille Katastrophe im Alltag

Die Folgen dieser 53 %-Trägheit sind subtil – aber zerstörerisch:
Dein Team wird unzufrieden, ohne es direkt auszusprechen.
Deine Patienten spüren den Unterschied – sie fühlen sich „mitbehandelt“, aber nicht „mitgemeint“.
Du wirst zum Reaktionswesen – ständig unter Druck, ständig im Feuerlöscher-Modus.

Was Du nicht siehst: Das Unperfekte in Deiner Praxis ist längst zur Norm geworden.
Das Chaos wird romantisiert. Die Improvisation zum Heldentum verklärt.
Doch Wahrheit ist: Wer seine Praxis nicht führt, wird von ihr geführt.
Und das kostet – keine Theorie, sondern messbare Realität: weniger Effizienz, weniger Qualität, weniger Bindung, weniger Erfolg.

Der unsichtbare Schaden

Du denkst, es geht um ein bisschen Optimierung?
Nein. Es geht um strategische Selbstmündigkeit.
Jede verpasste Strukturentscheidung macht Dich abhängiger – von Systemen, von Zufällen, von anderen Menschen.
Du zahlst einen Preis, der nicht auf Rechnungen steht:
Verlust an Kontrolle, Verlust an Identität, Verlust an Souveränität.

Denn Praxismanagement ist kein Verwaltungsakt. Es ist ein Machtinstrument.
Wer es nicht beherrscht, wird zum Spielball – des Alltags, der Abrechnung, der Erwartungen.

The Rethinking Shortcut

Mitdenken ist keine Kür. Es ist Deine Pflicht.
Nicht für den Patienten. Für Dich.

The Rethinking Question

Was würdest Du anders machen, wenn Du Dir nicht vormachen würdest, es liefe schon ganz gut?

Letzter Schnitt: Du bist die Störung.

Wenn Du diesen Text noch immer mit Abwehr liest, dann bist Du genau der Richtige dafür.
Wenn Du innerlich mit den Augen rollst, hast Du das Problem nicht verstanden – Du bist das Problem.

Und wenn Du diesen Text bis hierhin gelesen hast:
Willkommen im Rethinking.
Du kannst jetzt zurück in Deine Komfortzone.
Oder Du kannst anfangen, Deine Praxis neu zu denken.

Der Hebel liegt nicht in neuen Tools. Sondern in neuem Denken.
Unlearn. Disrupt. Reinvent.
Und vor allem: Handle.