Best Practices für die Video-Sprechstunde (2): Störungsfreie Kommunikation

Worum es geht

Die Kommunikation mit Patienten per Video-Kontakt ist nicht erst seit der Verbreitung des Corona-Virus ein hilfreiches Instrument. Für eine professionelle, der ärztlichen Zielsetzung dienende Umsetzung müssen jedoch einige wenige Regeln beachtet werden, die diese Interaktions-Form von persönlichen Kontakten unterscheiden. Diese Mini-Serie gibt Tipps zur Vermeidung der häufigsten Fehler.

Worauf es ankommt

  • Der Online-Kontakt mit Patient muss absolut ungestört sein. Nur so ist gewährleistet, dass der Arzt auch optimal verstanden wird. Hierzu gehört zum einen, dass alle akustischen Störquellen ausgeschaltet werden, denn das Mikrofon verstärkt jedes Geräusche, da es zwischen einzelnen Schallquellen nicht differenziert.
  • Grundvoraussetzung hierfür ist ein geeigneter Raum. Er darf nur wenig hallen. Ein Teppich oder ein Sofa können bei einem Eindämmungs-Bedarf helfen. Ebenso sollten keine Geräusche aus Nebenräumen zu hören sein.
  • Weitere mögliche Störquellen sind geöffnete Fenster und Türen oder klingelnde und vibrierende Telefone, Belüftungsanlagen und Ventilatoren, aber auch das Spielen mit einem Stift, das Rascheln von Papier oder das Klappern und Klirren von Tassen und Gläsern.
  • Empfehlenswert ist die Verwendung eines Headset, wobei darauf geachtet werden muss, nicht in das Mikrofon zu atmen, sondern es so einstellen, dass es sich unterhalb Ihres Mundes befindet.
  • Ebenso sollten keine Störungen durch Dritte erfolgen. Das klingt zunächst selbstverständlich, doch es existieren bereits Berichte von Patienten über Video-Sprechstunden, in deren Verlauf Medizinische Fachangestellte das Zimmer, in dem der Arzt gerade online kommunizierte, betraten und ihn z. B. darum baten, ein Rezept zu unterschreiben.

Video-Sprechstunde und Praxismanagement

Der Online-Patientenkontakt ist ein Baustein des Praxismanagements und wird in seinen Möglichkeiten und Effekten durch die Qualität der Praxisführung bestimmt. Deshalb ist anzuraten, den Funktions-Status der Arbeit regelmäßig zu überprüfen. Das einfachste Hilfsmittel hierfür ist der Praxismanagement-Betriebsvergleich. Dienen derartige Untersuchungen normalerweise einer Einordnung der wirtschaftlichen Situation von Arztpraxen, bietet die IFABS- Analyse Haus-und Fachärzten die völlig neue Möglichkeit, Art, Intensität und Effekte ihrer Praxisführung den repräsentativen Gegebenheiten ihrer Fachgruppe sowie dem Best Practice-Standard gegenüberzustellen. Das bewährte und validierte System ermöglicht einen kennzifferbasierten Abgleich aller Management-Aktionsbereiche eines Praxisbetriebes – von der Planung über die Patientenbetreuung, Organisation, Mitarbeiterführung und Marketing bis zum Controlling einschließlich einer Erhebung des aktuellen Digitalisierungs-Status. Alle Informationen im Detail…